ElectronicPartner verzeichnet Umsatzminus im Ausland

ElectronicPartner verzeichnet Umsatzminus im Ausland

Die Verbundgruppe ElectronicPartner musste im vergangenen Jahr erstmals einen Umsatzrückgang hinnehmen. Zudem wird der Netshop aufgrund der geringen Umsätze eingestellt.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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In dieser Zahl sind auch die Erlöse der Medimax-Fachmärkte und comteam-Systemhäuser enthalten. Der Umsatzrückgang ist möglicherweise der erste in der EP-Geschichte. Mit Ausnahme der Jahre 2009 und 2008 war EP lange Zeit zweistellig gewachsen.

Auslandsumsatz eingebrochen

Während der Inlandsumsatz 2009 um 0,9 Prozent stieg, ging der Auslandsumsatz stark um 4,9 Prozent auf 685 Millionen Euro zurück. Die selbstständigen EP-Händler machen nicht ihren kompletten Umsatz über die EP-Zentrale.

Das nationale Ergebnis sei insbesondere durch den nachlaufenden Effekt der Insolvenz der Multimedia ProMarkt Handels GmbH belastet, die größter Franchisenehmer der Fachmarktlinie MEDIMAX war, erklärte das Unternehmen. Zudem habe ein schwaches B2B-Geschäft vor allem in der ersten Jahreshälfte 2009 die Umsatzentwicklung.

Zum überraschenden Ausscheiden von Oliver Haubrich aus der Führung der Verbundgruppe wurden keine weiteren Angaben gemacht. "Es geht nun darum auf den Wachstumspfad der vergangenen Jahre zurückzukehren", erklärte sein Nachfolger Dr. Jörg Ehmer, Sprecher der Geschäftsführenden Direktoren von EP, vielsagend. Haubrich, Neffe des langjährigen EP-Chefs und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Hartmut Haubrich, war im Januar dieses Jahres nach fünf Jahren völlig überraschend zurückgetreten.

Hartmut Haubrich zeigte sich unzufrieden über die Entwicklung in den vergangenen beiden Jahren. "EP ist 2008 und 2009 im Wettbewerb ein wenig zurückgefallen. Vielleicht waren wir zu sehr vom Erfolg der Vergangenheit verwöhnt", sagte Haubrich, der zugleich auch Miteigentümer des Handelsunternehmens ist. Auf Nachfragen wiederholte er, dass über die Hintergründe des Wechsel an der Unternehmensspitze Stillschweigen vereinbart worden sei.

Netshop wird eingestellt

Die Verbundgruppe wird ihre Onlineaktivitäten neu ausrichten. Der Netshop wird eingestellt. Verbraucher könnten dann keine Produkte mehr direkt auf der EP-Webseite per Mausklick kaufen.

Die aufwendig gestaltete neue Internetseite solle vielmehr dazu anregen, zum jeweiligen EP-Händler vor Ort zu gehen. Der Umsatz mit dem EP-Netshop sei so gering, dass man darauf verzichten könne. Die Preise im EP-Netshop seien auf unverbindliche Preisempfehlungen der Hersteller angehoben worden, weil es Kritik der selbstständigen EP-Händler gab. Danach sei der Umsatz des Netshops eingebrochen.

dpa, DH

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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