Elektronikhandel spürt die Folgen der Japan-Krise

Elektronikhandel spürt die Folgen der Japan-Krise

2 Min.Aktualisiert am
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Was vor Wochen prognostiziert wurde, trifft nun ein. Infolge der Produktionsstopps in japanischen Fabriken gibt es Lieferengpässe auf dem deutschen Markt. Der Elektronikhandel hat vor allem mit einer Produktgruppe Probleme.

Der Fotoriese Nikon könne zwei neue Kameras derzeit nicht in Deutschland anbieten, der deutsche Hersteller Leica halte Engpässe nach Angaben einer EP-Sprecherin noch bis in den Herbst hinein für möglich. EP-Chef Jörg Ehmer hatte bereits im April vor den Folgen der japanischen Katastrophe gewarnt. "Ich erwarte Beeinträchtigungen", sagte sagte Ehmer damals. Das betreffe nicht nur den Markt mit Fotoapparaten und Camcordern, sondern auch den Bereich Unterhaltungselektronik.

Lagerbestände verkauft

Auch bei Euronics, der größten deutschen Verbundgruppe für Elektronikhandel, sind die Folgen der Japankrise zu spüren. Vorstandssprecher Benedict Kober bestätigte dem Magazin: "Erste Engpässe sehen wir im Fotobereich. Hier sind nicht alle Modelle verfügbar. Viele Kameras, die wir jetzt verkaufen, kommen aus unserem Lager."

Lieferschwierigkeiten von vor allem hochwertigen Digitalkameras bestätigt auch Expert. Zudem gebe es Nachschubprobleme bei Akkus für Camcorder, sagte Guido Bodenburg, Einkaufs- und Vertriebsmitarbieter der Expert-Zentrale und dort zuständig für den Bereich Foto zu derhandel.de Eine Prognose über den weiteren Jahresverlauf wollte er aber nicht abgeben.

Reduziert ist dem Bericht zufolge auch das Angebot an Smartphones. Bei einzelnen Modellen komme es nach Angaben der Deutschland-Zentrale von Sony Ericsson zu Lieferengpässen. Der Branchenriese Nokia erwarte, dass die Engpässe den Gewinn im zweiten und dritten Quartal drücken.

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