
Elektronikhandel spürt die Folgen der Japan-Krise
Was vor Wochen prognostiziert wurde, trifft nun ein. Infolge der Produktionsstopps in japanischen Fabriken gibt es Lieferengpässe auf dem deutschen Markt. Der Elektronikhandel hat vor allem mit einer Produktgruppe Probleme.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentLagerbestände verkauft
Auch bei Euronics, der größten deutschen Verbundgruppe für Elektronikhandel, sind die Folgen der Japankrise zu spüren. Vorstandssprecher Benedict Kober bestätigte dem Magazin: "Erste Engpässe sehen wir im Fotobereich. Hier sind nicht alle Modelle verfügbar. Viele Kameras, die wir jetzt verkaufen, kommen aus unserem Lager."
Lieferschwierigkeiten von vor allem hochwertigen Digitalkameras bestätigt auch Expert. Zudem gebe es Nachschubprobleme bei Akkus für Camcorder, sagte Guido Bodenburg, Einkaufs- und Vertriebsmitarbieter der Expert-Zentrale und dort zuständig für den Bereich Foto zu derhandel.de Eine Prognose über den weiteren Jahresverlauf wollte er aber nicht abgeben.
Reduziert ist dem Bericht zufolge auch das Angebot an Smartphones. Bei einzelnen Modellen komme es nach Angaben der Deutschland-Zentrale von Sony Ericsson zu Lieferengpässen. Der Branchenriese Nokia erwarte, dass die Engpässe den Gewinn im zweiten und dritten Quartal drücken.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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