
Elektronikhersteller gehen den direkten Verkaufsweg
Die meisten Markenhersteller von Unterhaltungselektronik verkaufen ihre online am liebsten in eigenen Webshops. Nur wenige schaffen es, stationäre lokale Händler einzubinden.
Informationen direkt vom Hersteller
Was die Händlernetzunterstützung angeht, gehen die Hersteller recht unterschiedlich vor, hat das ECC festgestellt: Manche nutzen die Website, um das stationäre Händlernetz zu unterstützen, andere verzichten hingegen gänzlich auf diesen Service. Sowohl Nokia, Lenovo, Toshiba und Apple als auch Hewlett-Packard, Fujitsu und Acer bieten eine Händlersuchfunktion an, mit deren Hilfe sich Kaufinteressenten binnen weniger Klicks über stationäre lokale Händler informieren können. Die Markenhersteller Asus und Medion haben keine Händlersuchfunktion, während die des Computerherstellers Dell in den Wochen der Erhebung zu keiner Zeit funktionsfähig war.
"Einige wenige Markenhersteller zeigen, dass die stationäre Händlersuche mehr bieten kann, als ein rudimentäres Händlerverzeichnis", sagt Markus Röse, Leiter Business Development von dem Internet-Dienstleister Commerce Connector, der die Studie bei ECC Köln in Auftrag gegeben hat. "Neben der Kartendarstellung inklusive Routenplanungsfunktion wird hier mit Handelskettenfiltern, Informationen über Zusatzdienste wie beispielsweise Vor-Ort-Reparatur und Partnerzertifizierungen gepunktet." Schmerzlich hingegen sei das Fehlen der Angabe zu Öffnungszeiten und die teils inkonsistente Datenqualität.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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