
Ernährungsindustrie klagt über Preisschlachten
Die Rabatte der Lebensmittelhändler sind gut für die Kunden - aber schlecht für die Ernährungsindustrie. Die Branche muss vier Prozent Umsatzrückgang hinnehmen. Die Zahl der Insolvenzen nimmt zu.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentEinkaufsverhalten sei unverändert
Der BVE führt dies auf die aggressiven Preissenkungsrunden im des Lebensmittelhandels zurück, denn das Einkaufsverhalten der Verbraucher habe sich auch in der Wirtschaftskrise nicht wesentlich geändert. Die Abgabepreise der Ernährungsindustrie an den Handel hätten im Juli um 4,1 Prozent unter denen des Vorjahresmonats gelegen.
Laut BVE waren im Juli die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 2,1 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Der Rückgang der Großhandelspreise (minus 3,7 Prozent im Juli) lasse erwarten, dass dee Entwicklung noch nicht zu Ende sei. Mittelfristig würden weitere Preissenkungen im Lebensmitteleinzelhandel zu Blessuren in den vorgelagerten Bereichen führen, prognostiziert der BVE.
Im ersten Halbjahr habe die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen in der Nahrungsmittelindustrie um 20,3 Prozent höher gelegen als im Vorjahreszeitraum.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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