
Erster Virus für RFID-Chips entwickelt
Eine Gruppe von Informatikern hat heute, Mittwoch, auf der IEEE Conference of Pervasive Computing in Pisa die Infektion eines RFID-Chips mit einem Virus demonstriert. In ihrem Arbeitspapier legen die Techniker dar, wie es Schädlingen gelingt, sich in dem nur 128 Byte großen Speicher der Chips festzusetzen.
David WöllensteinRedakteurBislang wurde eine Infektion von RFID-Chips weitgehend ausgeschlossen, da die Chips nur über eine äußerst geringe Speicherkapazität von 128 Zeichen verfügen. Die Forschergruppe hat nun gezeigt, dass ein solcher Angriff durchaus möglich ist. Vor allem Schadprogramme aus der Computerwelt, die einzelne Server durch eine Flut von Anfragen in die Knie zwingen (Buffer overflow), könnten auch RFID-Chips gefährlich werden, hieß es. RFID-Phishing sei ebenfalls möglich. (KC)

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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