Es gibt noch Platz für Shoppingcenter

Es gibt noch Platz für Shoppingcenter

In 2009 wurden 14 neue Shoppingcenter in Deutschland eröffnet. Damit ist das Potenzial für Einkaufszentren noch längst nicht ausgeschöpft, sagt das EHI Retail Institute.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die 14 neuen Center sorgen bis Ende 2009 für einen Flächenzuwachs von 474.000 Quadratmeter. Zum Stichtag 1. Januar 2010 wird es in Deutschland somit eine Gesamtzahl von 428 Centern mit einer Gesamtfläche von über 13,5 Millionen Quadratmetern.

Dennoch ist für neue Projekte noch reichlich Potenzial vorhanden, sagt das EHI Retail Institute. Die Shoppingcenter-Dichte liegt in Deutschland laut dem Kölner Think Tank des Einzelhandels noch deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Pro 1.000 Einwohner gibt es hierzulande etwa 170 Quadratmeter Center-Fläche, während diese im europäischen Durchschnitt bei über 200 Quadratmeter liegt.

Immer mehr innenstädtische Projekte

Die Shoppingcenter-Entwickler gehen von 50 bis 100 Standorten aus, an denen weitere innerstädtische Neuprojekte möglich sind. Die Tendenz zu Center-Eröffnungen in mittelgroßen Städten (20.000 bis unter 100.000 Einwohnern) hält mit fast 60 Prozent aller Neueröffnungen in 2009 weiterhin an.

Auch bestehende Center haben Entwicklungspotential. Shoppingcenter-Experte Rainer Pittroff vom EHI schätzt, dass mittlerweile jedes zweite Einkaufszentrum in Deutschland zu klein oder konzeptionell einfach nicht mehr wirtschaftlich ist, so dass es revitalisiert werden muss.

Die Zahl der Neueröffnungen hat sich in den vergangenen Jahren auf zwölf bis 15 pro Jahr  eingependelt. Diese Rate wird sich laut EHI in etwa in den folgenden Jahren fortsetzen.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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