
Europäer wollen weniger, dafür besser kaufen
Wachsendes Nachhaltigkeitsbewusstsein, aber auch begrenzte Haushaltsbudgets fördern in Europa neue Konsumverhalten. Davon profitieren Gebrauchtwaren- und Tauschbörsen, aber auch regionale Produkte.
Thomas RehmRedakteurPreisvergleichsseiten konsultieren heute bereits 78 Prozent der Europäer vor einem Kauf. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) gibt an, dass Erfahrungsberichte Fremder zu einem bestimmten Produkt künftig an Bedeutung gewinnen.
Günstig und verantwortungsbewusst konsumieren
Das Internet wird aber nicht nur genutzt, um sich über Produkte und günstige Preise zu informieren und zu kaufen, sondern auch zum intensiven Austausch und um Produkte zu teilen oder Waren und Dienstleistungen zu tauschen. Mehr als die Hälfte der Europäer will zudem künftig nachhaltiger einkaufen. Auch aus diesem Grund sind 68 Prozent der Europäer sind bereit, künftig Gebrauchtwaren zu kaufen.
Das Prinzip der "Shareconomy" wird zunehmend auf gemeinsame Anschaffungen übertragen. Neben der Garten- und Heimwerkerausstattung wird vorrangig Freizeit- und Sportausrüstung und der Pkw geteilt. Mehr als jeder zweite Europäer (53 Prozent) ist an Tauschbörsen interessiert.
Zu einem nachhaltigen Konsum gehört für immer mehr Menschen in Europa auch Regionalität. So gaben 89 Prozent der Befragten an, in Zukunft auf die regionale Herkunft von Waren zu achten.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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