
Expansion beschert Fressnapf wieder Umsatzplus
88 Läden hat Fressnapf 2010 in Europa eröffnet und will auch 2011 weiter mit dem Konzept "Future Store" expandieren. Dabei sollen sich Herrchen und Frauchen gerne im Laden aufhalten und emotional angesprochen werden.
Immer größer: Future Store und XXL
Die Gesamtzahl der Fressnapf-Märkte ist demnach im Geschäftsjahr 2010 auf 1.146 angestiegen: 794 Märkte gibt es nun in Deutschland, 352 im europäischen Ausland. Im vergangenen Jahr haben 88 neue Märkte ihre Türen geöffnet, 42 davon in Deutschland. Alle neuen Märkte, die 2010 eröffnet haben, seien so genannte Future Stores: "Mit frischen hellen Farben und einer emotionalen Kundenansprache stehen diese Märkte für topmodernes Ladendesign, das im nationalen wie internationalen Einzelhandel und Zoofachhandel Trendsetter ist", wirbt der Händler für sein Konzept.
Ein besonderes Shopping-Erlebnis versprächen auch die neun XXL- und die drei Megazoo-Märkte, die Fressnapf im vergangenen Jahr national und international mit Verkaufsflächen von 1.000 Quadratmetern und mehr eröffnet hat. "Future Store und XXL sind die wichtigsten Vertriebsmodelle für unsere Zukunft. Unsere Investitionen in diese Konzepte sind Investitionen in Fressnapfs Wachstum der nächsten Jahre", ist Fressnapf-Chef Torsten Toeller überzeugt.
Multi-Channel und Europa
Neben der Modernisierung und Vergrößerung der stationären Märkte in Deutschland hat Fressnapf im vergangenen Jahr auch in die Internationalisierung und Multi Channel investiert. Um im internationalen Geschäft die Präsenz in Europa zu stärken und auszubauen, hat die Krefelder Zentrale eine neue Organisationsstruktur geschaffen: Zwei Geschäftsführer teilten sich nach der Neustrukturierung die Betreuung der internationalen Märkte.
Hohes Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen außerdem im Katalog- und Onlinegeschäft. "Wir haben viel Geld in Katalog und Onlineshop investiert, damit unsere Kunden überall und jederzeit auf ein noch umfangreicheres Sortiment zugreifen und sich den Einkauf bequem nach Hause liefern lassen können", berichtet Toeller. "Beide neuen Vertriebskanäle verzeichnen gute Umsatzentwicklungen."
Geschäftsprozesse neu ausgerichtet
Das Unternehmen Fressnapf, das inzwischen europaweit gut 8.000 Mitarbeiter beschäftigt, hat im vergangenen Jahr seine internen Geschäftsprozesse neu ausgerichtet, etwa neue IT-Systeme eingeführt, die Zusammenarbeit von Systemzentrale und internationalen Landesgesellschaften neu strukturiert sowie die Supply Chain Management-Strukturen für den Weg des Produkts vom Produzenten über die Logistik und Läger bis hin zu den Märkten und zum Endverbraucher optimiert.
"Schnelles Wachstum, Expansion, neue Länder, Fokussierung auf den Vertrieb in den drei Vertriebskanälen – das steht bei Fressnapf in den nächsten beiden Jahren ganz oben auf der Agenda", gibt Torsten Toeller die weitere Marschrichtung vor.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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