
Fata Morgana Click & Collect? (Studie)
Click & Collect gilt gemeinhin als eines der seligmachenden Service-Werkzeuge für den stationären Handel. Doch stimmt das wirklich? Die Wiesbadener Agentur Konzept & Markt kommt in der umfassenden branchenübergreifenden Handelsstudie „Black-Box Online-Shopping 2014“, die etailment vorab vorliegt, zu überraschenden Resultaten.
Fest steht: der Handel ist noch weit davon entfernt, das Potenzial von „Click & Collect“ auszuschöpfen. So kennen gerade einmal 13% der Mode-Shopper „Click & Collect“ ungestützt und 39% auf gestützte Nachfrage. Bekannter ist „Click & Collect“ bei Online-Käufern in den Branchen Do It Yourself (45%) sowie Sport- und Outdoorartikel (44%).
"Click & Collect": Potenzial noch mäßig
Hinzu kommt: Nur 9% der Online-Shopper finden „Click & Collect gegenwärtig „sehr interessant“. Insgesamt beziffert Konzept & Markt das kurzfristige Nutzerpotenzial auf rund ein Viertel der Online-Shopper.
Die Vorteile sind den Kennern des Service indes schon klar:
- Versandkostenersparnis (63%),
- Waren vor dem endgültigen Kauf begutachten(51%)
- kostenfreien Retoure (43%)
Produkte, für die sich „Click & Collect“ aus der Sicht der Befragten besonders eignet, sind Produkte, die man anprobieren oder ausprobieren muss (52%), teure Qualitätsprodukte (45%) und kleinere Mitnahmeprodukte, bei denen sich die Versandkosten nicht lohnen (42%).
Einen besonders hohen Stellenwert hat das Ausprobieren der Produkte dabei in den Warenbereichen Mode, Schuhe, Accessoires (66%) sowie Sports- und Outdoorartikel (63%), wohingegen dieser Aspekt beim Online-Kauf von Wein (27%) und von Medikamenten und Arzneimitteln (29%) nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Für die Studie „Black-Box Online-Shopping 2014“ wurden 8.134 Personen repräsentativ befragt. Die Studie untersucht die Einstellungen der Verbraucher zum Online-Shopping, Treiber für den Online-Kauf, Auswahlkriterien und Warengruppen, nimmt den Kaufprozess unter die Lupe und untersucht Services und den Wert von Dienstleistungen.
Eine Sonderauswertung für den Bereich Mode erscheint im November.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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