Fielmann verliert beim Gewinn - und will wachsen

Fielmann verliert beim Gewinn - und will wachsen

Auch der Branchenführer Fielmann leidet unter der Krise in der Optikerbranche. Das Unternehmen musste zwar im ersten Quartal Gewinneinbußen hinnehmen, will seine Marktposition aber ausbauen.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Als Grund für den Rückgang wurde die Steigerung der Werbeaufwendungen um 10 Millionen Euro genannt. Der Gewinn vor Steuern stellte sich auf 33,0 (38,7) Millionen Euro.

Die gesamte Branche verliert

Die schlechteren Zahlen von Fielmann entsprechen dem Branchentrend. Vor einigen Tagen meldete der Zentralverband der Augenoptiker für das erste Quartal ein Umsatzminus von vier Prozent gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres. Im vergangenen Jahr hatte die Branche mit gut 10.000 Betrieben ein Umsatzplus von 3,2 Prozent auf 3,88 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Mit Blick auf das Gesamtjahr gab Fielmann keinen detaillierten Umsatz- und Gewinnausblick. Der Vorstand zeigte sich aber weiterhin zuversichtlich, die Marktposition auszubauen. Außerdem bekräftigte er seinen Plan, bis zum Jahresende 25 neue Niederlassungen zu eröffnen. Zudem würden Akquisitionsmöglichkeiten geprüft, hieß es weiter.

"Wir agieren offensiv


"Wir gehen nicht defensiv mit der Krise um, sondern wir agieren offensiv", sagte der Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzende Günther Fielmann. "Wir sehen die Krise als Chance, treiben die Expansion voran und suchen nach Akquisitionen." Fielmann stehe mit anderen Unternehmen in konkreten Kaufverhandlungen und er hoffe, dass sie noch in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen würden.

In diesem Jahr sind 25 neue Niederlassungen geplant. Mittelfristig soll es im deutschen Sprachraum 800 Fielmann-Niederlassungen geben, die pro Jahr
7,4 Millionen Brillen abgeben und 1,3 Milliarden Euro umsetzen.
Dow Jones / dpa

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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