3D-Illustration zu E-Commerce-News: Lieferung, Bewertungen, Zahlungen und globaler Handel
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Fressnapf, Google-Bewertungen, Wen Cheng + Wolt, Kaufkraft, Paypal + Deutsche Bank, Klarna, China, Schatten-KI, Gruppen-Chats

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Fressnapf versichert Katzen und Hunde mit Agila
Fressnapf kooperiert laut Pressemitteilung mit der Agila Haustierversicherung und bietet Kunden online und offline abschließbare Tier-Kranken- und OP-Versicherungen für Hunde und Katzen an. Die Tarife seien individuell konfigurierbar und verzichteten auf pauschale Ausschlüsse rassespezifischer Erkrankungen. Sogar Tiere mit bekannten Vorerkrankungen ließen sich versichern. Hundehalter könnten zusätzlich eine Haftpflichtversicherung abschließen und erhielten bei Kombination beider Produkte einen Rabatt.

Google-Bewertungen brauchen sichtbare Echtheitsangabe
Das Landgericht Frankfurt verurteilte ein Immobilienunternehmen zu einer Vertragsstrafe, weil es Google-Bewertungen ohne ausreichenden Echtheitshinweis angezeigt habe, berichtet Retail-News.de. Der Hinweis sei erst nach Klick auf „wettbewerbsrechtliche Hinweise“ sichtbar gewesen – was rechtlich gleichbedeutend mit einem fehlenden Hinweis sei. Laut UWG müssten Unternehmen klar angeben, ob und wie sie Bewertungen auf Authentizität prüfen. Die Information habe unmittelbar bei den Bewertungen zu stehen, nicht versteckt in aufklappbaren Texten.

Nudelkette Wen Cheng expandiert mit Wolt-Exklusivdeal
Die Berliner Nudelkette Wen Cheng hat zwischen August und Oktober sechs Standorte in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und Mannheim eröffnet, so das Lieferportal Wolt. Das 2021 gegründete Unternehmen setze bei der Expansion auf eine Exklusivpartnerschaft mit Wolt, das die Zustellung übernehme und für Sichtbarkeit durch In-App-Promotions sorge. Die Kette betreibe mittlerweile elf Filialen und wolle sich 2026 mindestens verdoppeln. Mitgründer Valentin Spieß sieht in Wolt einen „starken Partner“, der die Expansion zuverlässig begleite.

NIQ-Studie: 31.193 Euro durchschnittliche Kaufkraft
Die durchschnittliche Kaufkraft in Deutschland steigt 2026 um fünf Prozent auf 31.193 Euro pro Kopf, wie eine aktuelle NIQ-Studie zeigt. Die reale Kaufkraftentwicklung werde allerdings durch Inflation und Unsicherheiten in der Zollpolitik gebremst. Bayern führe die Bundesländer mit 33.666 Euro an, während die neuen Bundesländer weiter aufholten. Der Landkreis Starnberg bleibe mit 42.751 Euro Spitzenreiter, Gelsenkirchen bilde mit 24.538 Euro das Schlusslicht.

Flüchtende lösen Gründungswelle aus
Flüchtende lösen eine Gründungswelle aus – allerdings nicht als Unternehmer, so eine Studie des Ifo-Instituts. Steige die Zahl der Geflüchteten um 100 pro 10.000 Einwohner, entstünden sieben zusätzliche Gewerbeanmeldungen, die allerdings fast ausschließlich von Deutschen registriert würden. Sie würden den neuen Bedarf in Gesundheit, Verkehr und Finanzdienstleistungen erschließen. Insgesamt schaffe dieser Zuzug 109 Arbeitsplätze pro 10.000 Einwohner, drei Viertel davon in bestehenden Firmen.

Paypal und Deutsche Bank intensivieren Zusammenarbeit
Die Deutsche Bank wickelt künftig mehr Zahlungsvorgänge für Paypal ab, wie die Unternehmen mitteilen. In den USA übernehme die Bank die Abrechnung mit Händlern sowie deren Auszahlungen und führe zudem Lösungen für Endkundenzahlungen ein. Auch in Europa und im Asien-Pazifik-Raum baue man die Zusammenarbeit aus. Die erweiterte Partnerschaft setze auf dem bereits beträchtlichen Volumen auf, das die Deutsche Bank für Paypal verarbeite, und mache die Infrastruktur skalierbarer.


HANDEL INTERNATIONAL


Zölle und KI bedrohen globale Stabilität
Die weltwirtschaftlichen Konfrontationen durch Zölle und Manipulation der Lieferketten verdrängen die anderen kurzfristigen Risiken für Unternehmen, analysiert das Weltwirtschaftsforum laut CNBC.com. Die Hälfte der befragten Unternehmer rechne mit turbulenten Jahren, nur ein Prozent mit einer ruhigen Entwicklung. Dramatisch sei der Aufstieg der KI-Gefahren: Binnen Jahresfrist von Rang 30 auf fünf bei den Langzeitrisiken – Befürchtungen reichten von massiver Arbeitsplatzverdrängung bis zum Kontrollverlust über selbstlernende Systeme. Während Extremwetter langfristig die Top-Sorge bleibe, seien Umweltrisiken kurzfristig „depriorisiert“ worden.

Klarna verschickt jetzt auch Geld zwischen Freunden
Klarna bietet ab sofort Direktzahlungen zwischen Nutzern in 13 europäischen Ländern an, wie das Unternehmen mitteilt. Die Funktion ermögliche es, Geld per Telefonnummer, E-Mail oder QR-Code zu verschicken – zunächst nur zwischen Klarna-Kunden, später auch darüber hinaus. Der Schritt füge sich in Klarnas Transformation zur digitalen Alltagsbank ein: Die globalen Einlagen seien seit August 2024 von 9,5 auf 14 Mrd. Dollar gestiegen, die neue Klarna Card habe binnen vier Monaten vier Mio. Nutzer gewonnen.

China exportiert sich zum Rekordüberschuss
Chinas Handelsüberschuss erreichte 2025 den Rekordwert von knapp 1,2 Bio. Dollar, berichten die chinesischen Zollbehörden laut Manager-Magazin.de. Die Exporte seien um 5,5 Prozent auf 3,8 Bio. Dollar gestiegen, während die Importe bei 2,6 Bio. Dollar stagnierten. Die Zahlen enthüllten eine gefährliche Schieflage: Überproduktion drücke ins Ausland, weil die Inlandsnachfrage schwächele. Nach Deutschland flössen zehn Prozent mehr Waren, während chinesische Firmen zwei Prozent weniger aus der Bundesrepublik importierten.


E-Commerce-Wachstum: Fünf Prozent sahnen die Hälfte ab
Die Bestellungen im deutschen E-Commerce seien 2025 um 23 Prozent gestiegen, analysiert Omnisend in seinem „E-Commerce Marketing Report“. Fast die Hälfte dieses Wachstums hätten jedoch nur fünf Prozent der Händler eingefahren. Kunden interagierten deutlich seltener mit Marketing – die Klickraten seien um 26 Prozent gefallen. Wer aber klicke, kaufe eher: Die Konversionsrate legte um 15 Prozent zu, der Warenkorb wuchs von 94 auf 103 Euro. Besonders erfolgreich: automatisierte Mails, die auf konkretes Nutzerverhalten reagieren. Sie machten nur drei Prozent aller Sendungen aus, generierten aber 42 Prozent des E-Mail-Umsatzes.

Schatten-KI: Jeder zweite Mitarbeiter umgeht die Regeln
Jeder zweite britische Mitarbeiter nutzt am Arbeitsplatz KI-Tools ohne Erlaubnis, berichtet Techradar.com unter Berufung auf eine Dataiku-Studie. Die sogenannte Schatten-KI befeuere Sicherheitsrisiken und Datenlecks, während zeitgleich 90 Prozent der britischen Datenverantwortlichen Integrationsprobleme als Hauptsorge nennen. Drei Viertel der Befragten bemängelten zudem, das Management unterschätze den Aufwand für produktionsreife Systeme massiv. Ein Vertriebschef gestand im anonymen „Beichtstuhl“ des Londoner Dataiku-Gipfels, man baue KI planlos auf wackeligem Fundament, der Return on Investment bleibe illusorisch.

Fünf Gruppenchats pro Kopf
Deutsche sind durchschnittlich in fünf Messenger-Gruppenchats Mitglied, lesen aber nur drei davon regelmäßig, wie eine Bitkom-Befragung zeigt. Zwei Drittel würden ohne die Gruppen wichtige Termine verpassen, gleichzeitig fühle sich eine ebenso große Mehrheit durch die Flut an Nachrichten genervt. Jeder Zehnte sei sogar in mindestens zehn Chats aktiv – oder besser: gelistet. Das Dilemma: 45 Prozent würden sich schlicht nicht trauen auszutreten; 40 Prozent wählten lieber den konfliktfreien Weg der Stummschaltung.
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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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