
Führung von neckermann.de geschlossen zurückgetreten
Die Geschäftsführer von neckermann.de treten geschlossen ab. Grund: Sie wollten den Versender übernehmen, dürfen es aber nicht.
David WöllensteinRedakteurManagement Buy-out geplatzt
Die drei Geschäftsführer wollten das Unternehmen in Eigenregie weiterführen und haben kürzlich eine Anfrage an Sun Capital gestellt, um die Mehrheitsanteile in Form eines Management Buy-outs zu übernehmen.
Der Mehrheitseigentümer Sun Capital sah jedoch „keinen Anlass für den Verkauf seiner Beteiligung" an neckermann.de. Die Geschäftsführer haben daher entschieden, sich neuen beruflichen Herausforderungen zuzuwenden.
„Ein Verkauf unserer Mehrheitsbeteiligung steht in absehbarer Zeit nicht zur Diskussion", betonte Dr. Frank Maassen, Managing Director von Sun European Partners und Aufsichtsratsvorsitzender der neckermann.de GmbH.
„Wir engagieren uns langfristig und sehen erhebliches Potenzial in neckermann.de. Auch wenn wir den Entschluss der Geschäftsführung das Unternehmen zu verlassen bedauern, akzeptieren wir ihn selbstverständlich."
Veränderung in der Geschäftsführung
"Zügig und mit der gebotenen Sorgfalt" sollen nun Nachfolgeregelungen für die neu zu besetzenden Funktionen gefunden werden, die dann von der gegenwärtigen Geschäftsführung eingearbeitet werden.
Mit der Neubesetzung ist eine strukturelle Veränderung in der Geschäftsführung geplant. „Neben dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung und dem Geschäftsführer Finanzen wird es künftig einen Geschäftsführer Einkauf sowie einen Geschäftsführer Marketing, Vertrieb und E-Commerce geben", sagt Maassen. Einkauf, Marketing, Vertrieb und E-Commerce lagen bislang in einer Hand.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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