3D-Illustration zu Paketzustellung, EU-Zollabgabe und smarten Geräten im E-Commerce
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DHL, Depot, Maxi-Brief, Amazon, EU-Zollabgabe, Alexa, Pentagon + Alibaba, Topshop Irland, Digitec Galaxus, Shein, Lieferkosten

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

DHL und Navigator Global ebnen KMU den Exportweg
DHL Express Deutschland kooperiert mit Navigator Global, um kleine und mittlere Unternehmen über die reine Logistik hinaus ins Ausland zu begleiten, meldet Retail-News.de. DHL-Kunden erhielten kostenlosen Zugang zur Plattform, die mehr als 40 Länder abdecke und beim Entwickeln von Exportstrategien helfe. Maßgeschneiderte Aktionspläne, Schulungen und ein Expertennetzwerk für Fragen zu Regulierung oder Lieferketten ergänzten das Angebot.

Depot-Insolvenz zeigt Probleme des Omnichannel-Handels
Die Insolvenz der Deko-Kette Depot wird zum Stresstest für ihren Online-Betrieb, berichtet IT-Boltwise.de. Sichtbarstes Signal sei ein Retourenstopp: Umtausch für Käufe vor dem 12. Mai entfalle, was von Shop, Retourenportal und Kundenkontakt eine komplexe Stichtagslogik verlange. Zugleich hänge die Lieferfähigkeit am wackelnden Filialnetz: So betreffe ein gekündigter Standort in Flensburg auch Click & Collect und Bestandsdaten. Anders als reine Online-Händler zögen Omnichannel-Marken ihre Daten aus Filial- und Zentrallogistik, was die Umstellung unter Druck verlangsame.

Post macht den Maxi-Brief ab 2027 flacher
Die Deutsche Post plant zum 1. Januar 2027 neue Briefmaße, berichtet Paketda.de. Der Großbrief dürfe künftig 1.000 g statt 500 g wiegen, der Maxibrief schrumpfe in der Höhe von fünf auf drei Zentimeter. Da die Variante Maxibrief Plus ersatzlos entfalle, müssten dickere Waren dann als Päckchen, Paket oder Warensendung verschickt werden. Hintergrund sei die maschinelle Sortierung: Großbriefsortieranlagen verarbeiteten maximal 3,2 cm. Wie stark das Porto steigen werde, sei noch offen.

Zwölf Bundesländer melden Wachstum
In zwölf Bundesländern wuchs die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal, berechnet das Ifo-Institut. Die stärksten Anstiege wiesen Berlin und Brandenburg mit je 0,9 Prozent auf, gefolgt von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit jeweils 0,8 Prozent. Die im Zuge des Irankrieges gestiegenen Preise bremsten die positive Entwicklung jedoch. Der Norden büße nach einem starken Vorjahr ein; Nordrhein-Westfalen (minus 0,1 Prozent) schrumpfte als einziges Land.


HANDEL INTERNATIONAL


Amazon bestraft Tempo: Händler drohen mit Trödeln
Amazon verpflichtet seine Händler in den USA ab dem 29. Juni, hinterlegte Bearbeitungszeiten an die echte Versanddauer anzugleichen, meldet Haendlerbund.de. Wer das versäume, dem entziehe der Marktplatz die Kontrolle über die Einstellungen. In der Seller Community kündigten mehrere Händler an, künftig bewusst langsamer zu versenden, da auch früheres Liefern nun bestraft werde. Damit drohe Amazon das Gegenteil seines Ziels von kürzeren Lieferzeiten zu erreichen.

EU-Zollabgabe: Importeure finden Auswege
Für Kleinsendungen aus Nicht-EU-Staaten gilt ab dem 1. Juli 2026 eine pauschale Zollabgabe von drei Euro je Warenkategorie – die bisherige Freigrenze von 150 Euro entfällt. Doch chinesische Exporteure und hiesige Importeure sind einfallsreich, um weiter ungebremst handeln zu können. Mehr lesen.

Amazons Alexa gestaltet Wunsch-Shirt aus dem Chatfenster
Amazon lässt Kunden laut PPC.land mit „Alexa for Shopping“ per Textbeschreibung eigene Motive für Kleidung und Trinkgefäße erzeugen und sofort bestellen. Die KI gestalte das Design, gefertigt werde über den Print-on-Demand-Dienst „Merch on Demand“ samt Prime-Versand. Das fertige Motiv lasse sich per Link teilen, Empfänger könnten dasselbe Produkt direkt bestellen. Amazon umgeht so Spezialisten wie Redbubble, Zazzle, Printful und Etsy, die ein Konto, die Benutzung eines Design-Tools und eigene Logistik verlangten.

Pentagon: Alibaba ist ein chinesisches Militärunternehmen
Das Pentagon hat den Online-Riesen Alibaba, den Suchmaschinenbetreiber Baidu und den Autobauer BYD auf seine Liste „chinesischer Militärunternehmen“ gesetzt, meldet N-tv.de. Direkte Sanktionen folgten daraus nicht, jedoch untersage ein neues Gesetz staatlichen US-Stellen künftig Verträge mit den gelisteten Firmen. Die Aufstellung ersetze eine Fassung von 2025 und erscheine keinen Monat nach dem Treffen von Trump und Xi Jinping in Peking. Neu hinzu kämen auch die Chiphersteller CXMT und YMTC.

Von Asos emanzipiert: Topshop startet eigenen Irland-Shop
Die britische Modemarke Topshop startet ihre eigene Plattform Topshop.com in Irland, meldet Fashionunited.com. Vorausgegangen sei reges Interesse: Über 50.000 Iren hätten im Vorjahr Topshop-Ware über den Shop von Asos gekauft. Irische Kunden bestellten häufiger und gäben mehr aus als der Markendurchschnitt. Zum Auftakt kehre das „Last Chance“-Angebot mit den letzten Exemplaren beliebter Produkte zurück.

Digitec Galaxus entsorgt 380.000 Bewertungen
Der Schweizer Online-Händler Digitec Galaxus löscht rund 380.000 Produktrezensionen, was vier Prozent aller Bewertungen entspricht, berichtet Watson.ch. Künftig dürften bei der Migros-Tochter nur noch verifizierte Käufer bewerten. Auslöser sei ein Hersteller gewesen, dessen Mitarbeitende einen Einbruchschutz hochgejubelt hätten. Das neue System solle Manipulation und Frust-Bewertungen über Lieferprobleme unterbinden.

Shein übernimmt Lager bei Dublin
Shein eröffnet im Greenogue Business Park in Rathcoole südlich von Dublin eine neue E-Commerce-Logistikanlage, meldet Rte.ie. Die Fläche umfasse rund 1.500 Quadratmeter und schaffe bis zu 30 Stellen in Lager und Büro. Bislang habe ein externer Dienstleister den Standort betrieben, nun führe Shein ihn selbst. Parallel ermittle die irische Datenschutzbehörde DPC gegen das Unternehmen wegen Datentransfers nach China.


Briten sparen – aber nicht bei der Lieferung
Britische Verbraucher kaufen zwar wählerischer, sparen aber nicht beim Versand, zeigen laut Channelx.world Lieferdaten der Plattform Scurri für April und Mai. Die Nachfrage nach Next-Day-Zustellung sei um 29 Prozent gestiegen, die Zustellung gegen Unterschrift um fast 13 Prozent, während die Standardlieferung leicht nachgegeben hätte. Next-Day gelte mit 31 Prozent als beliebteste Premiumoption.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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