Sigmar Gabriel erlaubt Edeka, die Tengelmann-Märkte zu übernehmen - doch der Wirtschaftsminister stellt harte Bedingungen bei der Jobgarantie. Edeka muss sich nun erklären, und Gabriel warnt: "Es gibt keine Hintertür."
Jobgarantie: Edeka-Angebot war Gabriel zu unverbindlich
Edeka, Tengelmann sowie die Mitbewerber hätten nun 14 Tage Zeit, sich zu den Auflagen zu äußern. Danach werde er eine endgültige Entscheidung treffen. Gabriel machte deutlich, dass ihm das von Edeka ursprünglich vorgestellte Arbeitsplatz-Modell für Kaiser's Tengelmann zu unverbindlich sei. Es beruhe auf Absichtserklärungen und Wachstumshoffnungen.
Edeka müsse nun konkrete Zusagen machen: "Es gibt keine Hintertür", sagte Gabriel. Der langfristige Erhalt von fast 16.000 Arbeitsplätzen bei Kaiser's Tengelmann könne aber ein Argument dafür sein, dass die Interessen des Gemeinwohls wichtiger seien als die Gründe des Bundeskartellamtes. Die Behörde hatte die Fusion als schädlich für den Wettbewerb im Einzelhandel abgelehnt.
