
Gewinneinbruch bei Medion
Das Jahr 2009 lief für den Elektronikhersteller Medion nicht besonders gut. Nach einem Umsatzeinbruch im Vorjahr ist das Unternehmen nun aber optimistisch.
Björn BöerChefredakteurAuch das Ergebnis habe sich im ersten Quartal ähnlich wie der Umsatz entwickelt: Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem deutlichen Plus beim Vorsteuerergebnis um 15 bis 20 Prozent. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2009 war das Vorsteuerergebnis (Ebit) noch um 15 Millionen Euro auf 19 Millionen Euro zurückgegangen.
Komplizierte Fernbedienung
Eine Universal-Fernbedienung zum Ladenpreis von 7,99 Euro ist das derzeit offenbar komplizierteste Produkte im Sortiment: Bis zu einer Dreiviertelstunde hätten die Beratungsgespräche bei der unternehmenseigenen Hotline zur Erläuterung der Inbetriebnahme des Geräts gedauert, berichtete Medion-Vorstandschef Gerd Brachmann am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in Essen. "Da war ich total geschockt."
Wenn die Fernbedienung jedoch funktioniert, soll man damit bis zu drei Geräte gleichzeitig bedienen können. Für die Nutzung der Hotline entstünden den Kunden Kosten von 14 Cent je Minute, sagte Brachmann.
Für das laufende Jahr setzt Medion verstärkt auf das Geschäft mit dem hochauflösenden Fernsehen. "Der Durchbruch des HD-Standards wird für Wachstum bei Fernsehern der neusten Generation sorgen", sagte Medion-Mehrheitseigentümer und Vorstandschef Gerd Brachmann. Zusätzliche Impulse erwarte das Unternehmen auch von der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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