Gläubiger vertagen Entscheidung über Karstadt-Schicksal

Gläubiger vertagen Entscheidung über Karstadt-Schicksal

Es war zu erwarten: Die Entscheidung über die Zukunft Karstadts ist heute verschoben worden. Eine gute Woche lassen sich die Gläubiger nochmals Zeit, bis ein Käufer den Zuschlag bekommt.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die drei Bieter Triton, Berggruen und Highstreet hätten detaillierte Angebote kurz vor der Sitzung des Gläubigerausschusses vorgelegt und im Verlauf der Sitzung ihr jeweiliges Angebot und ihr Fortführungskonzept für Karstadt erläutert, sagte ein Sprecher der Insolvenzverwaltung.

Die Mitglieder des Gläubigerausschusses bräuchten jedoch noch Zeit, um die vorliegenden Angebote "gründlich zu prüfen", hieß es. Am 9. Juni soll dann ein Interessent definiert und ein Kaufvertrag unterschrieben werden.

Mehrheit der Kommunen für Steuerverzicht

Die Insolvenzverwaltung hätte auf der Sitzung des Gläubigerausschusses berichtet, in welchem Umfang Kommunen auf die hypothetisch entstehende Gewerbesteuer verzichten, die ausschließlich durch den Verzicht der Gläubiger auf deren Forderungen entsteht.

Demnach bleiben vier Kommunen bei ihrer ablehnenden Haltung. Nahezu alle Kommunen, deren Bescheid noch zu klären war, hätten im Laufe der Woche eine Klarstellung im Interesse der Fortführung von Karstadt zugesagt, so die Insolvenzverwaltung. Eine genaue Zahl von Kommunen wurde nicht genannt.

Eine Chronik der Karstadt-Krise finden Sie hier.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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