Google goes stationär

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2 Min.Aktualisiert am
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Der reine Internetvertrieb des Smartphones Nexus One ist gefloppt. Deshalb versucht Google nun, das Handy in den USA mit Hilfe des Einzelhandels unters Volk zu bringen.

"Zwar hat der weltweite Erfolg von Android unsere Erwartungen übertroffen, aber das gilt nicht für den Onlineshop", heißt es. Der Internetshop sei ein Nischenkanal für Frühanwender des Handys mit dem Open-Source-Betriebssystem geblieben. Die meisten Kunden hingegen bevorzugten, dass sie ein Gerät im Laden in die Hand nehmen können, bevor sie sich zum Kauf entscheiden. Daher werde man den Onlineshop schließen und ihn nur noch als Showcase für die Android-Handys nutzen.

Strategiewechsel überrascht nicht

Das Unternehmen hatte bereits vor einigen Wochen bekanntgegeben, das Nexus One in Großbritannien über Vodafone verkaufen zu wollen. Daher rechneten Branchenbeobachter damit, dass Google seine Vertriebsstrategie grundsätzlich überdenkt. Das Gerät hatte sich bisher online auch nicht besonders gut verkauft.

Beim Verkaufsstart zu Jahresbeginn wurde das Nexus One noch als ernstzunehmender Konkurrent von Apples iPhone gehandelt, Verkaufszahlen bis zu 3,5 Millionen Stück im ersten Jahr schienen Branchenbeobachtern durchaus möglich. Doch es kam anders: Inzwischen rechnet die Branche nur noch damit, dass Google höchstens rund eine Million Geräte an den Mann bringen wird. 

Marktforschern zufolge hatte Google in den ersten 74 Tagen nach dem Start 135.000 Geräte verkauft. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum hatte Apple 2007 von seinem ersten iPhone eine Million Exemplare abgesetzt.

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