
Google goes stationär
Der reine Internetvertrieb des Smartphones Nexus One ist gefloppt. Deshalb versucht Google nun, das Handy in den USA mit Hilfe des Einzelhandels unters Volk zu bringen.
Strategiewechsel überrascht nicht
Das Unternehmen hatte bereits vor einigen Wochen bekanntgegeben, das Nexus One in Großbritannien über Vodafone verkaufen zu wollen. Daher rechneten Branchenbeobachter damit, dass Google seine Vertriebsstrategie grundsätzlich überdenkt. Das Gerät hatte sich bisher online auch nicht besonders gut verkauft.
Beim Verkaufsstart zu Jahresbeginn wurde das Nexus One noch als ernstzunehmender Konkurrent von Apples iPhone gehandelt, Verkaufszahlen bis zu 3,5 Millionen Stück im ersten Jahr schienen Branchenbeobachtern durchaus möglich. Doch es kam anders: Inzwischen rechnet die Branche nur noch damit, dass Google höchstens rund eine Million Geräte an den Mann bringen wird.
Marktforschern zufolge hatte Google in den ersten 74 Tagen nach dem Start 135.000 Geräte verkauft. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum hatte Apple 2007 von seinem ersten iPhone eine Million Exemplare abgesetzt.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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