Der Großhandel in Deutschland hat im ersten Halbjahr 2009 fast zweistellige Umsatzeinbußen erlitten. Nur in der Landwirtschaft gab es reale Zuwächse.
Im Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen wurde nominal im zweiten Quartal 25,8 Prozent und real 13,0 Prozent weniger als im Vorjahresquartal umgesetzt. Auch im Großhandel mit Konsumgütern lagen die Umsätze nominal und real unter denen des zweiten Quartals 2008 (nominal -7,7 Prozent, real -7,6 Prozent).
Plus nur bei Landwirtschaftsgüter
Nur im Großhandel mit "landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren" (nominal –11,4 Prozent, real +19,8 Prozent) wurde bei einem nominalen Umsatzrückgang ein realer Umsatzzuwachs verzeichnet. Alle anderen Wirtschaftsgruppen des Großhandels blieben im zweiten Quartal 2009 nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresquartals.
Im Juni 2009 wurde im Großhandel nominal 17,2 Prozent und real 9,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt. Unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten, dem sogenannten Berliner Verfahren, lag der Umsatz im Vergleich zum Mai 2009 nominal um 1,1 Prozent und real um 2,0 Prozent höher.
