Großhandel bricht ein

Großhandel bricht ein

Der Großhandel in Deutschland hat im ersten Halbjahr 2009 fast zweistellige Umsatzeinbußen erlitten. Nur in der Landwirtschaft gab es reale Zuwächse.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Der starke Rückgang der Großhandelsverkaufspreise hat wesentlich für die Entwicklung der nominalen Umsätze beigetragen, so die Statistiker. Im ersten Halbjahr 2009 setzte der Großhandel nominal 16,1 Prozent und real 9,1 Prozent weniger um als im ersten Halbjahr 2008.

Im Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen wurde nominal im zweiten Quartal 25,8 Prozent und real 13,0 Prozent weniger als im Vorjahresquartal umgesetzt. Auch im Großhandel mit Konsumgütern lagen die Umsätze nominal und real unter denen des zweiten Quartals 2008 (nominal -7,7 Prozent, real -7,6 Prozent).

Plus nur bei Landwirtschaftsgüter

Nur im Großhandel mit "landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren" (nominal –11,4 Prozent, real +19,8 Prozent) wurde bei einem nominalen Umsatzrückgang ein realer Umsatzzuwachs verzeichnet. Alle anderen Wirtschaftsgruppen des Großhandels blieben im zweiten Quartal 2009 nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresquartals.

Im Juni 2009 wurde im Großhandel nominal 17,2 Prozent und real 9,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt. Unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten, dem sogenannten Berliner Verfahren, lag der Umsatz im Vergleich zum Mai 2009 nominal um 1,1 Prozent und real um 2,0 Prozent höher.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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