Händler sind wachsam

Händler sind wachsam

Die meisten Händler überwachen ihre Räume mit Videokameras, zeigt eine Studie. Den Segen der Kunden haben sie: Nur noch 5 Prozent stehen der Videoüberwachung in Geschäften skeptisch gegenüber.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Zu dieser Entwicklung habe sicherlich auch beigetragen, dass die Technik dank Digitalisierung und Internet neben deutlich besseren Bildern einfacher zu verwalten und zu warten ist. "Generell zeigt die Umfrage, dass auch die Akzeptanz für Videoüberwachung innerhalb der Retail-Branche steigt", meldet das EHI.

Der Übergang zu der internetbasierten IP-Technologie ist demnach in vollem Gang: So verwenden heute nur noch rund 28 Prozent der befragten Händler rein analoge Überwachungstechnik. Die Studie zeigt zudem, dass sich fast die Hälfte der befragten Unternehmen derzeit in einer Übergangsphase zwischen analog und digital befindet und sowohl die alte als auch die neue Technik einsetzt. Bei rund einem Viertel der Händler zählen demzufolge innovative Netzwerk-Kameras inzwischen zum Alltag.

Einfacher Zugriff von überall

Zu den drei wichtigsten Gründen für den Umstieg auf die neue Technologie gehören der Studie zufolge neben dem einfachen Fernzugriff per Internet auch die bessere Bildqualität sowie eine höhere Flexibilität bei der Montage. So ließen sich mithilfe von HDTV- oder Megapixel-Kameras Details in einem Videobild besser darstellen als mit einer traditionellen, analogen Kamera.

Per Ferngriff seien Netzwerk-Kameras und Video-Encoder zudem für mehrere autorisierte Benutzer jederzeit und von jedem vernetzten Ort weltweit zugänglich sowie konfigurierbar. Das bedeutet, dass sich die Benutzer nicht mehr an einem bestimmen Ort befinden müssen, wie es bei den alten analogen Systemen notwendig ist. Zudem können Händler auch von mobilen Endgeräten aus auf digitale Systeme zugreifen. "Hier herrscht jedoch noch Potenzial für Verbesserung", heißt es. "Obwohl 54 Prozent die Vorteile eines Fernzugriffs über Smartphone oder Tablet sehen, nutzen ihn erst zehn Prozent."

Hoffnungsträger Cloud-Computing

Als eine Entwicklung, die hierbei helfen kann, sehen die Forscher die Implementierung der "Cloud" in Überwachungslösungen, also die Bereitstellung und Nutzung von IT-Leistungen nach Bedarf über Datennetze (in der "Wolke"). Das Thema Video Hosting eigne sich zunehmend auch für die Videoüberwachung, steckt der Studie zufolge allerdings definitiv noch in den Kinderschuhen: Insgesamt nutzen gerade einmal zwei Prozent eine Cloud-basierte Lösung, ganze 24 Prozent wussten zum Zeitpunkt der Befragung nicht einmal, dass solche Systeme existieren.

Die Umfrage des EHI Retail Institutes zeigt auch, dass Videoüberwachung – zumindest in den Augen der Einzelhändler – längst nicht so einen schlechten Ruf hat, wie angenommen wird. So sehen 63,2 Prozent der Geschäftsleute den Einsatz der Technik zum Ladenschutz positiv. Auch auf der Konsumentenseite habe sich ein Gesinnungswandel eingestellt: So sind nur noch gut 5 Prozent skeptisch gegenüber Videoüberwachung in Geschäften, während die restlichen rund 95 Prozent der Technik entweder neutral oder sogar positiv gegenüber stehen. "Dies zeigt, dass die Überwachung von Geschäften mit Hilfe von Videokameras mittlerweile in der Gesellschaft auf Akzeptanz stößt", so das EHI.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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