Hagebau profitiert vom milden Winter

Hagebau profitiert vom milden Winter

Viele Händler beklagen den Winter, der keiner war - nur Hagebau nicht. Die Baumarkt-Verbundgruppe konnte im ersten Quartal vielmehr ein starkes Ergebnis einfahren. Auch die Zahl der Mitglieder wurde größer.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Auch die Zahl der Standorte ist auf Rekordhoch. Der Kooperation gehörten 1.637 (plus 68 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) Betriebsstätten an, davon 1.372 in Deutschland, 138 in Österreich, 108 in der Schweiz, 15 in Luxemburg, zwei in Frankreich und erstmals zwei in Belgien. Den größten Anteil am Warengeschäft hatten laut Hagebau mit 89 Prozent die deutschen Gesellschafter, während die Kommanditisten in Österreich, der Schweiz und Luxemburg 11 Prozent beitrugen.

Optimistische Jahresprognose

"Die milden Temperaturen haben die Baubranche beflügelt und standen ganz im Gegensatz zum kalten Winter 2013. Wir gehen davon aus, dass sich die Entwicklung im Jahresverlauf nivelliert und erwarten insgesamt für 2014 ein Plus von mindestens 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", sagt Heribert Gondert, Sprecher der Hagebau-Geschäftsführung, laut Mitteilung.

Noch nicht in die Prognose eingeflossen seien allerdings die Zuwächse durch die Übernahme von Praktiker- und Max-Bahr-Standorten, die für weiteren Auftrieb sorgen würden.

Im Fachhandel verbesserte sich der zentralfakturierte Umsatz der Hagebau-Gruppe im ersten Quartal 2014 um 25,4 Prozent auf 868 Millionen Euro. Der Baustoffhandel legte um 27,8 Prozent auf 644 Millionen Euro zu, der Holzhandel verzeichnete ein Plus von 20,6 Prozent auf 178 Millionen Euro und der Fliesenhandel lag um 12,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Hagebaumärkte sorgen für Umsatzplus

Auch der Einzelhandel, der von der ZEUS Zentrale für Einkauf und Service betreut wird, erzielte ein gutes Ergebnis. Als größter Umsatzbringer in diesem Bereich erwiesen sich die Hagebaumärkte.

Die 317 (Vorjahr: 293) deutschen Standorte erzielten einen Nettoverkaufsumsatz (Außenumsatz der Händler mit dem Endkunden) von 405 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 49,0 Prozent, flächenbereinigt von 29,9 Prozent. Die 38 Hagebaumärkte in Österreich konnten bei konstanter Standortzahl um 17,1 Prozent auf 38 Millionen Euro zulegen.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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