
Halloween lässt die Kassen klingeln
Das Geister- und Gruselfest Halloween entwickelt sich immer mehr zum lukrativen Zusatzgeschäft für die deutsche Spielwarenbranche.
Thomas RehmRedakteurImmer mehr Erwachsene kaufen Halloween-Kostüme
Im vergangenen Jahr seien im Vorfeld des Gruselfestes 192.000 Erwachsenenkostüme (plus 700) und 128.000 Kinderkostüme (plus 13.000) in Spielwarengeschäften über den Ladentisch gegangen. Einen kräftigen Zuwachs verzeichnete die Branche auch bei Perücken: Waren 2007 noch 80.700 Stück verkauft worden, so seien es im Vorjahr 138 000 gewesen, berichtete der Verbandssprecher.
Leicht gesunken ist hingegen an Halloween die Nachfrage nach Schminksets; nach ihnen griffen Fans des Geisterfestes im Vorjahr 790 000 Mal - nach 814 000 Mal im Jahr 2007. Die Zahl der verkauften Hüte stieg von 251 000 im Herbst 2007 auf 273 000 im Jahr 2008.
Gruselfest mit Tradition
Die Tradition, schauerlich grinsende Kürbisköpfe aufzustellen, hat ihren Ursprung in einem Fest der Kelten, dem Samhain („Ende des Sommers"), das auch als Nacht der Begegnung zwischen Lebenden und Toten galt. Einwanderer aus Irland brachten Ende des 19. Jahrhunderts den Brauch in ihre neue Heimat USA mit.
Halloween wird dort inzwischen mit Umzügen, gruseligem Schabernack und makaberen Partys gefeiert. Auch in Deutschland klingeln immer mehr als Hexen oder Zauberer verkleidete Kinder an den Türen und fordern Geschenke.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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