Handelspleiten treffen Ravensburger kaum

Handelspleiten treffen Ravensburger kaum

Die Spielwarenbranche kennt keine Krise. Den Spielehersteller Ravensburger trifft die Pleiten von Quelle und Woolworth kaum. Mit Karstadt läuft das Geschäft ohnehin normal weiter.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die Umsatzausfälle lägen für das Gesamtjahr 2009 bei weniger als 0,5 Prozent. Mit den Karstadt-Häusern laufe das Geschäft noch normal weiter. Bei Woolworth gebe es kleine Einbußen. Das Handelsvolumen sei aber ebenso wie mit dem Versandhändler Quelle ohnehin vergleichsweise klein gewesen.

Plus im Europavergleich

Vielmehr sei der Spielwarenfachhandel in Deutschland wie auch in Europa im Vergleich zu 2008 leicht im Plus, sagte Otten. "Spielwaren haben keine Krise", betonte er. Die Ravensburger-Umsätze werden nach seiner Einschätzung in diesem Bereich 2009 "leicht über dem Vorjahr“ liegen. Das gelte auch für das Weihnachtsgeschäft.

Traditionelle Brett- und Familienspiele seien sehr gefragt. "Auch in der Krise wird zuletzt an den Kindern gespart", so der Vertriebschef. "Wer nicht in Urlaub fährt, holt sich für zu Hause ein Spiel". Dabei sei auch der Trend zum Kauf im Internet ungebrochen: Der Anteil der elektronischen Bestellungen nehme kontinuierlich zu.

Auch 2010 erwartet er keine Umsatzeinbrüche. Klassische Markenspiele seien beim wirtschaftlichen Abschwung wie beim Aufschwung stets wesentlich weniger betroffen. "Die Kurven verlaufen viel flacher - ohne große Höhen und Tiefen."

Puzzle sind modeabhängig

Zufrieden äußerte sich Otten auch über das Geschäft mit Puzzles, bei dem Ravensburger in Deutschland über einen Marktanteil von 70 Prozent verfügt und auch europaweit führend ist. Über die "Stamm-Puzzler" hinaus sei die Nachfrage nach dem Geduldsspiel mit den kleinen Teilen allerdings sehr stark abhängig von Modetrends. Gegenwärtig seien bei Kinder-Puzzles Abbildungen aus Filmen wie "New Moon" oder "Cars" die Renner.

2008 hatte Ravensburger in der Sparte Spiele, Puzzles und Beschäftigung, mit dem das Unternehmen 80 Prozent seiner Erlöse erwirtschaftet, 232 Millionen Euro umgesetzt. Das war ein Plus von 0,5 Prozent. Der Gesamtumsatz, der auch den Buchverlag umfasst, lag 2008 bei 288 Millionen Euro.

Gisela Mackensen, dpa

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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