
Handelsverband nennt Ministerin "Schummel-Aigner"
Zwischen Handelsverband HDE und Verbraucherministerium ist ein bizarrer Streit entbrannt. Es geht um den Verkauf von Analogkäse und Schinkenersatz.
David WöllensteinRedakteurBeim Analog- oder Kunstkäse wird statt aus Milch hergestelltem Käse eine Mischung verwendet, die zumeist aus Pflanzenfett, Wasser, Eiweißpulver und Aromen besteht. Beim sogenannten Schinkenersatz wird Formfleisch verwendet, in dem einige Schinkenstücke in schnittfestem Stärkegel stecken.
"Ein Problem der Gastronomie"
"Für die Deklaration von Produkten gibt es klare Regeln, an die sich der Handel hält. Darauf können sich die Kunden verlassen", betonte HDE-Mann Rausch. Dies sei auch keine Frage des Preises.
Mogelschinken und Analogkäse sind kein Problem des Einzelhandels, sondern der Gastronomie, sagte Rausch. "Schummeleien schaden der gesamten Lebensmittelwirtschaft - dagegen sollte die Ministerin vorgehen", forderte er.
Verbraucherministerin Aigner hatte den Einzelhandel öffentlich davor gewarnt, die Konsumenten irrezuführen. "Wo Schinken draufsteht, da muss auch Schinken drin sein", sagte die CSU-Politikerin.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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