
Hassliebe Marktplatz
Zwar finden viele Onlinehändler Marktplätze bedrohlich, verkaufen aber trotzdem dort. Außerdem sind vier von zehn Verkäufern unzufrieden mit der Qualität ihrer Daten, zeigt eine Studie.
Zu wenige Schlagworte
Nach dem Verbesserungsbedarf befragt gaben 35 Prozent der Händler an, ihre Produkte bisher mit zu wenigen Schlagworten, so genannten Tags, versehen zu haben. "Tags helfen dabei, Artikel leichter auffindbar zu machen und sie schneller in selbst erstellte Kategorien einzuordnen", erläutert Albert Pusch, Marketingleiter der Omikron-Technologie Fact-Finder. "Der Marketing-Manager eines Modeshops kann zum Beispiel alle Badeartikel wie Flip-Flops, Bikinis oder Sonnenbrillen regelbasiert unter dem Schlagwort 'Strand' oder 'Strandmode' zusammenfassen." Als weitere Datenprobleme nannten die Studienteilnehmer "zu wenig Attribute", "uneinheitliche Maßangaben" und "Dubletten".
Was die Händlerplanungen im Jahr 2016 angeht, steht die Personalisierung der internen Suche bei 55 Prozent der Befragten ganz oben auf der To-do-Liste. Individuelle Angebote will jeder zweite Onlinehändler auf der Startseite anbieten, personalisierte Newsletter wollen 44 Prozent umsetzen. 40 Prozent gaben an, bisher keine Datenanalysen und Vorhersage-Technologien (Predictive) einzusetzen, weil sie zunächst ihre Datenbasis verbessern müssten.
Hier können Sie die Studie kostenlos downloaden.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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