Hauptverband des Deutschen Einzelhandels korrigiert Umsatzprognose nach unten. Präsident Sanktjohanser fordert "mehr Netto vom Brutto".
Zusätzliche Steuereinnahmen zurückgeben
Im ersten Halbjahr wird der Anstieg der Einzelhandelspreise auf dem Niveau der Inflationsrate (rund 3 Prozent) liegen - trotz einer Steigerung der Großhandels-Preise von 6,9 Prozent (Januar bis Mai). "Das zeigt die Leistungsfähigkeit und den funktionierenden Wettbewerb im Einzelhandel", sagte der HDE-Präsident
"Der Staat sollte den Steuerzahlern durch die Anhebung der Einkommensgrenzen beim Steuertarif zumindest das zurückgeben, was der Staat ihnen durch die kalte Progression raubt", forderte Sanktjohanser. "Es bliebe dann mehr Netto vom Brutto übrig".
Würden die zusätzlichen Steuereinnahmen den Verbrauchern vollständig zurückgegeben, könnte dies dem Einzelhandel ein Plus von rund zwei Milliarden Euro bescheren, rechnete der HDE-Chef vor. "Dieser halbe Prozentpunkt mehr Umsatz könnte dem Handel zum höchsten Wachstum seit Jahren verhelfen."
