
Hertie eröffnet trotz Insolvenz
Ungeachtet des laufenden Insolvenzverfahrens hat die Warenhauskette Hertie am Donnerstag ihre 73. Filiale eröffnet. Für den Standort in Niederbayern gibt es einen guten Grund.
Björn BöerChefredakteurInvestoren weiter gesucht
Ihre neue Strategie will die 2005 von britischen Investoren übernommene Warenhauskette insbesondere in kleinen und mittleren deutschen Städten umsetzen. In dem rund 3.500 Quadratmeter großen Warenhaus in Straubing sind 44 Markenshops, die von Lieferanten auf eigene Rechnung betrieben und eingerichtet werden.
Es werde aber auch "mit Hochdruck" weiter mit Interessenten über einen Einstieg verhandelt, sagte Bähr. Ein möglicher Investor erwarte spätestens 2010 die Rückkehr des Unternehmens in die schwarzen Zahlen.
Im vergangenen Jahr hatte die Warenhauskette bei einem Umsatz von rund 450 Millionen Euro einen nicht näher bezifferten Verlust in "gut zweistelliger Millionenhöhe" erwirtschaftet.
Der Frankfurter Immobiliendienstleister Atis real kündigte unterdessen den Verkauf einer weiteren, derzeit von Hertie genutzten Warenhausimmobilie an. Auftraggeber für den Verkauf des dreistöckigen Warenhauses im niedersächsischen Wolfenbüttel sei die niederländische Gesellschaft Mercatoria Acquisitions B.V..
In dieser Gesellschaft hatten die britischen Investoren zuvor die vom operativen Warenhausgeschäft abgetrennten Hertie-Immobilien untergebracht. Zuvor waren bereits Käufer für zwei Warenhausstandorte in Berlin gefunden worden.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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