Highstreet stimmt niedrigeren Karstadt-Mieten zu

Highstreet stimmt niedrigeren Karstadt-Mieten zu

Nach wochenlangem Gezerre hat sich der Karstadt-Vermieter Highstreet zu Mieterleichterungen durchgerungen. Auch für die Valovis-Bank soll es eine Lösung geben.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Nach der Übernahme der insolventen Karstadt-Warenhauskette hatte der amerikanisch-schweizerische Investor Nicolas Berggruen ein deutliches Entgegenkommen von Highstreet verlangt.

Das Vermieterkonsortium um die Banken Goldman Sachs und Deutsche Bank braucht auch auf der eigenen Seite die Zustimmung ihrer Kreditgeber zu den neuen Konditionen.

Görg lobt und mahnt

Der Karstadt-Insolvenzverwalter, Klaus Hubert Görg, begrüßte die Zustimmung. "Dies ist eine Entscheidung im Interesse von 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern", sagte Görg in Essen.

Nach der Ankündigung vom Wochenende, dass der Weg zu einer Einigung frei sei, sei die Verständigung über reduzierte Mieten ein wichtiger letzter Schritt. Görg appellierte an alle Verantwortlichen, "jetzt jede Möglichkeit zu nutzen, zum 8. August das Closing des Kaufvertrags sicherzustellen."

Auch die Valovis-Bank steht vor Einigung mit Berggruen

Die Highstreet-Seite braucht vor allem noch die Zustimmung der Essener Valovis Bank, die dem Konsortium 850 Millionen Euro zum Kauf von Karstadt-Häusern geliehen hatte. Die Bank verlangt Sicherheiten für ihren Kredit, um den neuen Bedingungen zuzustimmen.

Die niedrigeren Mietkonditionen bedeuten für die Kreditgeber meist auch Verluste. Nach Informationen aus Verhandlungskreisen gibt es auch eine Lösungsmöglichkeit für die Bank. Eine Einigung zwischen Berggruen und Valovis sei in greifbare Nähe gerückt, hieß es in dieser Woche.

Stichtag 10. August

Erst wenn alle Beteiligten die neuen Konditionen akzeptieren, können Insolvenzverwalter und Insolvenzgericht den Verkauf an Berggruen billigen.
Letztlich soll das Insolvenzgericht am 10. August entscheiden.

Es ist aber noch nicht sicher, ob Highstreet innerhalb der Fristen alle Unterschriften zusammenbekommt. Eine erneute Fristverlängerung ist allerdings nicht unmöglich.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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