H&M ist wetterfühlig und spürt die Rezession

H&M ist wetterfühlig und spürt die Rezession

Das Wetter war zu gut: H&M konnte den europäischen Kunden im August nicht immer günstige Kleidung anbieten. Dementsprechend brach der Umsatz in dem Monat um 11 Prozent ein.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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„Die schwachen Verkaufszahlen beruhen vor allem auf der weiterhin schlechten konjunkturellen Lage mit der andauernden Konsumschwäche, der harten Preiskonkurrenz sowie das unabsehbar warme Wetter gegen Ende des Quartals in weiten Teilen Europas“, schreibt das Unternehmen.

„In konjunkturell schlechten Zeiten verlangen die Kunden nach mehr Sonderangeboten. H&Ms Sommerschlussverkaufsware war zu schnell abverkauft, so dass wir im Vergleich mit den Wettbewerbern weniger reduzierte Ware im anbieten konnten.“

Nettogewinn fast unverändert

In den ersten neuen Monaten des Geschäftsjahrs 2008/09 (Stichtag: 31. August) stiegen die Bruttoerlöse insgesamt um 17,4 Prozent auf 85,9 Milliarden Schwedische Kronen (rund 8,5 Milliarden Euro). Der Nettogewinn lag nahezu unverändert bei 10,2 Millionen Kronen (rund eine Million Euro).

Flächenbereinigt ging der Umsatz in den drei Quartalen um 4 Prozent zurück. Im dritten Quartal betrug das flächenbereinigte Minus 6 Prozent. Vor allem in Märkten wie den USA, Spanien und Frankreich lief das Geschäft schlecht. In Deutschland, Schweden und Norwegen und neuen Märkten wie China waren die Erlöse hingegen "zufriedenstellend", berichtet H&M.

Umsatzplus in Deutschland

In Deutschland stieg der Umsatz um 22 Prozent auf 21,8 Millionen Kronen (knapp 2,2 Millionen Euro). In Euro betrug das Wachstum in den neun Monaten 7 Prozent; im dritten Quartal reduzierte es sich auf 4 Prozent.

Nach 13 Neueröffnungen und sechs Schließungen hatte H&M in dem Berichtszeitraum hier zu Lande 346 Geschäfte.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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