Holtzbrinck-Verlag setzt verstärkt auf Online-Portale

Holtzbrinck-Verlag setzt verstärkt auf Online-Portale

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, zu der auch "Zeit" und "Handelsblatt" gehören, will mit einer zweigleisigen Strategie auch in Zukunft erfolgreich sein.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Hinter dem Kauf dieser unterschiedlichen Internetseiten stecke jedoch keine Strategie, erklärt Gutbrod: "Bei den klassischen Medien kann man strategisch planen, nicht bei den neuen." Bewährte Geschäftsmodelle lassen sich nicht so einfach aufs Internet übertragen. So sei es beispielsweise ein Fehler des Verlages gewesen zu glauben, Nutzer würden online für Inhalte zahlen, gesteht Gutbrod. Die Geschäftsführung der Verlagsgruppe hat offensichtlich daraus gelernt, denn heute meint Gutbrod: "Es ist wichtig, ein Management zu haben, das unabhängig und unbelastet von Erfahrungen aus dem traditionellen Mediengeschäft seine eigenen Wege gehen kann." Dezentrale Organisation der Töchterfirmen sei ein wichtiger Grundsatz des Unternehmens, den sich der Verlag aus den USA abgeschaut habe.

Im Jahr 2006 setzte die Verlagsgruppe Holtzbrinck einen dreistelligen Millionenbetrag online um. Bis 2011 soll dieser Anteil auf rund 500 Millionen Euro anwachsen. Doch auch traditionelle Medien werden nicht vergessen. "Im vergangenen Jahr haben wir in das traditionelle Geschäft mit Zeitungen und Büchern eine höhere Summe investiert, als wir für den Kauf von ,StudiVZ' benötigten", sagt Gutbrod. Im Zeitungsgeschäft wird mit einem Auflagenrückgang von zwei Prozent pro Jahr gerechnet, was sich auf das Anzeigengeschäft auswirken wird, das zugunsten von Onlinewerbung zurückgehen soll. (KC)


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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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