Hornbach verliert in den europäischen Krisenländern

Hornbach verliert in den europäischen Krisenländern

Gut im Inland, schlecht in Ausland: Die Rezession in Europa hat Hornbach im zurückliegenden Geschäftsjahr belastet. Der Baumarktbetreiber setzt nun auf einen Mega-Trend in der Baubranche.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Grund für die Quasi-Stagnation sei die schlechte wirtschaftliche Lage in Europa gewesen, die sich in der zweiten Jahreshälfte, vor allem aber im Schlussquartal 2012/2013 negativ auf die Umsätze ausgewirkt habe. Besonders spürbar sei dies in den flächenbereinigten Umsatzrückgängen der Hornbach Bau- und Gartenmärkte außerhalb Deutschlands gewesen.

Im Inland den Marktanteil erhöht

Im Gegensatz dazu erreichten die inländischen Filialen 2012/2013 flächenbereinigt das Vorjahresniveau und gewannen erneut Marktanteile hinzu, betonte Hornbach. Einschließlich der Neueröffnungen erhöhte die Hornbach-Baumarkt-AG, die zum Bilanzstichtag europaweit 138 großflächige Bau- und Gartenmärkte in neun Ländern betreibt, ihren Gesamtumsatz (netto) um 0,6 Prozent auf rund 3,02 Milliarden Euro.

Die Nettoumsätze der Bau- und Gartenmärkte in Deutschland stiegen um 0,7 Prozent auf rund 1,74 Milliarden Euro. "Unsere deutschen Märkte haben wieder einmal eine grundsolide Vorstellung geboten. 2012 lagen wir flächenbereinigt rund eineinhalb Prozentpunkte vor dem Wettbewerb. Dabei haben wir unseren Marktanteil in Deutschland von 9,2 Prozent auf 9,3 Prozent erhöht", teilte der Vorstandsvorsitzende Albrecht Hornbach mit.

Energetische Häusersanierungen sollen die Umsätze steigen lassen

Anders als im Inland hinterließ die schwache Konjunktur im ausländischen Filialnetz von Hornbach deutliche Spuren. Flächen- und währungsbereinigt gingen die Umsätze um 3,2 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro zurück.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Europa blickt Hornbach zuversichtlich in die Zukunft, wie der Vorstandsvorsitzende betont. In den Ländern, in denen das Unternehmen aktiv ist, gebe es Bau- und Renovierungsbedarf. "In Deutschland beispielsweise müssen viele Gebäude in den nächsten Jahren energetisch saniert werden. Und bei diesem Mega-Trend sind wir mit unseren großen Qualitätssortimenten, der Fachberatung und unserer Projektphilosophie besser aufgestellt als andere", versichert Hornbach.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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