Hugo Boss stellt sich auf geringeres Wachstum ein

Hugo Boss stellt sich auf geringeres Wachstum ein

Zwar stiegen die Umsätze von Hugo Boss auch im dritten Quartal, dabei halfen vor allem die eigenen Läden. Doch der Modekonzern blickt etwas sorgenvoller in die Zukunft.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Das Unternehmen erwartet für 2014 nur noch ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent - zuvor war es von Anstiegen im hohen einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Der Aktienkurs sackte vorbergehend um etwa 5,5 Prozent ab.

"Solides Wachstum", aber nicht mehr

Im dritten Quartal konnte Hugo Boss laut Lahrs ein "solides Wachstum" erzielen: Der Umsatz legte um neun Prozent auf 717 Millionen Euro zu, der Gewinn kletterte um zwei Prozent auf 115 Millionen Euro. Besonders das gute Geschäft in den eigenen Läden trug zu dem Plus bei. Aber auch hier habe die Wachstumsdynamik gegen Ende der Berichtsperiode nachgelassen, hieß es. Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte dies mit der wachsenden Verunsicherung der Verbraucher.

Der eigene Einzelhandel (inklusive Outlets und Onlinehandel) legte laut Unternehmensangaben in den ersten neun Monaten vor Wechselkurseffekten um 16 Prozent zu. Auf vergleichbarer Fläche lagen die währungsbereinigten Umsätze 4 Prozent demnach über dem Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der eigenen Läden stieg demnach in den ersten neun Monaten netto um 18 auf 1.028 Standorte (31. Dezember 2013: 1.010). 49 Neueröffnungen und 17 Übernahmen bislang von Großhandelspartnern geführter Flächen standen 48 Schließungen überwiegend kleinerer Standorte vor allem in Europa und Asien gegenüber, hieß es weiter. Der über den Großhandel erwirtschaftete Umsatz ging in lokalen Währungen konzernweit um 1 Prozent zurück.

Damenmode ist erfolgreicher als Bekleidung für Männer

Der Umsatz mit Männermode stieg laut Mitteilung in den ersten neun Monaten währungsbereinigt um 7 Prozent. Das Geschäft mit Damenmode verzeichnete demnach einen Umsatzanstieg von 14 Prozent und sei getragen von zweistelligen Zuwächsen bei Bekleidung und Schuhen & Accessoires.

Vor Hugo Boss hatten bereits andere Mode-Luxuskonzerne wie beispielsweise Burberry von einem schwieriger werdenden Umfeld berichtet. In China boomt der Luxusmarkt nicht mehr so wie in den Vorjahren, die Proteste in Hongkong und der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine bremsen ebenfalls die Kauflust. Wegen des ungewöhnlich warmen Wetters kommt zudem der Verkauf der Winterware nur schleppend in Gang.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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