
Ikeas Textilprodukte in der Kritik
Schelte für Ikea, Applaus für Hennes & Mauritz: Eine norwegische Studie ging der ethischen Verantwortung von Unternehmen bei der Textilproduktion nach.
Alles nur ein Missverständnis?
"Wir haben die Frage nach der Dokumentation falsch verstanden", reagierte unterdessen der Presschef von Ikea Norwegen, Charles Michelson, auf die Vorwürfe. "Wir wissen sehr wohl, dass die Umweltbelange eine Voraussetzung für guten Handel ist."
Dass Ikea seine Produkte nicht wie andere Unternehmen als besonders umweltfreundlich kennzeichne liege vor allem daran, dass man keine anderen Marken mit Ikeas Produktnamen vermischen wolle, wenn diese einzig für beispielsweise Sicherheit bürgen könnten, erläuterte Michelson.
Modefilialist H&M kommt gut weg
Das Modeunternehmen Hennes & Mauritz (H&M) wird in der Studie hingegen gelobt, weil das Unternehmen schnell Tierschutzregeln aufgestellt und sich zum Ziel gesetzt habe, den Anteil der verarbeiteten Baumwolle aus ökologischer Produktion deutlich zu steigern.
Das Forum für Entwicklung und Umwelt stellte seinen Fragen rund um den ethischen Konsum an 18 Filiallisten und 17 die Nachfrage nach ökologisch und ethisch produzierten Waren reagieren. Der Rücklauf war laut Forum "nicht sonderlich beeindruckend", weil nur sechs Unternehmen antworteten. Die Modefilialisten Kapp-Ahl und Benetton beispielsweise taten es nicht. Zu den "Guten" gehören neben H&M auch der Heimtextil- und Modehändler Indiska sowie der Modefilialist Lindex.
Bereits vor zwei Jahren wurden Ikea und andere textilverarbeitende Unternehmen von Naturschutzorganisationen und der Organisation "Swedwatch" dafür kritisiert, dass die Textilproduktion große Umweltprobleme in den Herstellungsländern verursacht.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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