
Im Weihnachtsgeschäft "ist der Knoten noch nicht geplatzt"
Auch nach dem dritten Adventswochenende haben die Konsumenten wenig Lust auf Weihnachtseinkäufe. Nur Karstadt vermittelt Zuversicht für die wichtigste Einzelhandels-Zeit des Jahres.
Thomas RehmRedakteurErntezeit bei Karstadt
Dagegen rechnet Karstadt - anders als der große Konkurrent Metro - mit guten Verkaufszahlen im Jahresend-Handel. "Wir sind zuversichtlich für das Weihnachtsgeschäft. Es ist so etwas wie Erntezeit für all die Arbeit, die wir im Vorfeld geleistet haben", sagte Karstadt-Chef Andrew Jennings der "Wirtschaftswoche". Zwar legten viele Kunden ihre Weihnachtseinkäufe immer weiter nach hinten - dieser Trend habe sich aber schon in den vergangenen Jahren abgezeichnet. "Wir sind sehr optimistisch", betonte Jennings.
Den großen Ansturm auf die Geschenke erwartet der Handelsverband für die kommenden beiden Wochen vor dem Fest: "Da nach dem vierten Advent noch eine ganze Woche für den Einkauf bleibt, erwarten die Händler in diesem Jahr ein starkes Last-Minute-Geschäft", sagte Genth.
Textilhändler klagen übers Wetter
Uhren und Schmuck sowie Haushalts- und Küchenwaren blieben die Renner. Bei den Spielwaren seien besonders Gesellschaftsspiele und Sammelfiguren gefragt. Auch Smartphones, Tablet-Computer und 3D-Fernseher würden gern verschenkt. Die Textilhändler berichten laut HDE inzwischen über steigende Verkäufe bei warmer Wintermode, die bislang wegen der milden Temperaturen nur langsam in Schwung gekommen seien.
Der HDE hatte für das Weihnachtsgeschäft im November und Dezember ein Wachstum von 1,5 Prozent prognostiziert. Das entspricht einem Gesamtumsatz von 78 Milliarden Euro.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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