
Indisches Interesse an Escada
Die Verkaufsverhandlungen für den Modekonzern Escada gehen in die Endphase. Unter den Interessenten für eine Übernahme ist ein internationales Schwergewicht - aus der Stahlbranche.
Björn BöerChefredakteurInsolvenzverfahren nächste Woche
Escada ist eine der bekanntesten Damenmodemarken der Welt. Durch jahrelange Managementfehler, schlecht aufgenommene Kollektionen und ständige Vorstandswechsel war das Unternehmen aber in eine schwere Krise geraten und musste im August Insolvenzantrag stellen.
Das Insolvenzverfahren wird voraussichtlich in der kommenden Woche förmlich eröffnet. Die Gespräche mit Investoren bleiben davon aber unberührt.
Verträge "bis November unterschreiben"
Der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Gerloff will bis Anfang November die Verträge unterschrieben haben, so dass die Übernahme noch in diesem Jahr erfolgen könnte. Der Geschäftsbetrieb bei Escada geht seit dem Insolvenzantrag weiter, Entlassungen gab es bislang nicht.
Insgesamt beschäftigt das Unternehmen weltweit mehr als 2.000 Mitarbeiter, davon rund 500 am Stammsitz in Aschheim bei München. Wieviele Mitarbeiter bei einem Verkauf übernommen werden, ist noch unklar.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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