Die Verkaufsverhandlungen für den Modekonzern Escada gehen in die Endphase. Unter den Interessenten für eine Übernahme ist ein internationales Schwergewicht - aus der Stahlbranche.
Insolvenzverfahren nächste Woche
Escada ist eine der bekanntesten Damenmodemarken der Welt. Durch jahrelange Managementfehler, schlecht aufgenommene Kollektionen und ständige Vorstandswechsel war das Unternehmen aber in eine schwere Krise geraten und musste im August Insolvenzantrag stellen.
Das Insolvenzverfahren wird voraussichtlich in der kommenden Woche förmlich eröffnet. Die Gespräche mit Investoren bleiben davon aber unberührt.
Verträge "bis November unterschreiben"
Der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Gerloff will bis Anfang November die Verträge unterschrieben haben, so dass die Übernahme noch in diesem Jahr erfolgen könnte. Der Geschäftsbetrieb bei Escada geht seit dem Insolvenzantrag weiter, Entlassungen gab es bislang nicht.
Insgesamt beschäftigt das Unternehmen weltweit mehr als 2.000 Mitarbeiter, davon rund 500 am Stammsitz in Aschheim bei München. Wieviele Mitarbeiter bei einem Verkauf übernommen werden, ist noch unklar.
