Interaktiver Handel: bevh rechnet für 2015 mit über 50 Milliarden Euro

Interaktiver Handel: bevh rechnet für 2015 mit über 50 Milliarden Euro

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) hat heute die Ergebnisse seiner Studie „Interaktiver Handel in Deutschland 2014“ vorgestellt. Demnach wuchs die Branche erneut von zuletzt 48,3 auf einen Umsatz von 49,1 Milliarden Euro. Auch wenn das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr deutlich gebremst wurde, geht der bevh auch für 2015 von einer weiteren Steigerung aus.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Der Umsatz mit Waren betrug im Online- und klassischen Versandhandel im vergangenen Jahr 49,1 Milliarden Euro. Davon entfallen 41,9 Milliarden Euro auf den E-Commerce, der somit einen Anteil von gut 85 Prozent am Gesamtumsatz der Branche, die der bevh als Interaktiven Handel bezeichnet, ausmacht. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 81 Prozent. Damit wuchs der Onlinehandel mit Waren im Jahr 2014 um 7 Prozent - und liegt deutlich über dem Wachstum des gesamten Einzelhandels. Für digitale Güter und Dienstleistungen gaben die Konsumenten knapp 11 Milliarden Euro aus. Hierzu zählen unter anderem Reise- und Ticketbuchungen sowie Downloads.

Die mit Abstand beliebteste Warengruppe beim Einkauf im Versandhandel war auch 2014 wieder Bekleidung mit 11,9 Milliarden Euro Umsatz. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Unterhaltungselektronik (5 Milliarden Euro) und Bücher (4,1 Milliarden Euro). Gleichzeitig konnten einige bislang wenig versandhandelsaffine Branchen wie Möbel & Dekorationsartikel (2,5 Milliarden Euro) deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnen. Auch der Kauf von Verbrauchsgütern wie Lebensmitteln via Internet etabliert sich derzeit hauptsächlich bei den 14- bis 39-Jährigen.

Prognose für 2015

Für den gesamten Interaktiven Handel prognostiziert der bevh für 2015 ein Plus von 5 Prozent auf 51,6 Milliarden Euro und für den E-Commerce von 12 Prozent auf 46,9 Milliarden Euro.

Mobile und Multichannel



Speziell jüngere Käufergruppen kaufen dabei zunehmend über das Smartphone ein. Mit Blick auf die Versendertypen sind die Multichannelhändler, die den Kunden auf mehreren Kanälen ansprechen und erreichen, laut bevh die klaren Gewinner (plus 48 Prozent). Die Onlinemarktplätze hingegen mussten einen Umsatzrückgang verbuchen. Pure Player wachsen um rund 20 Prozent.

Alle Charts im Überblick als pdf.

Ende November 2014 hatte der Handelsverband Deutschland (HDE) für den Online-Handel für 2015 ein Umsatzwachstum von zwölf Prozent prognostiziert und 43,6 Milliarden Euro (ohne Umsatzsteuer) ermittelt.
Statistik: B2C-E-Commerce-Umsatz in Deutschland 1999 bis 2014 und Prognose für 2015 (in Milliarden Euro) | Statista
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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