Investoren kehren Hertie den Rücken

Investoren kehren Hertie den Rücken

Nach dem Rückzug einer Investorengruppe steht die insolvente Warenhauskette Hertie vor dem Aus. Schuld daran sei der britische Eigentümer.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Insolvenzverwalter Biner Bähr sei über diesen Schritt informiert worden, sagte Schuchardt. Bähr will sich an diesem Mittwoch bei einer Gläubigerversammlung in Essen zur weiteren Zukunft des Unternehmens äußern.

"Schuld ist Dawnay Day"

Für den Abbruch der Verhandlungen machte Schuchardt die britischen Hertie- Investoren von Dawnay Day verantwortlich. "Wir hatten keine Chance", sagte er. Dawnay Day habe ausschließlich ein Interesse am Verkauf der Immobilien und nicht am Abschluss langfristiger Mietverträge gehabt. Ohne diese Voraussetzung sei ein Engagement jedoch nicht möglich gewesen.

Dawnay Day sei Eigentümer von 43 der noch verbliebenen 54 Hertie-Standorte. Mit den anderen Vermietern sei eine Einigung erzielt worden. Doch ein Betrieb mit nur elf Warenhäusern sei nicht realisierbar.

Als Vertreter der Eigentümer wies Rechtsanwalt Detlev Stöcker die Vorwürfe zurück und bezweifelte die Finanzkraft der zum Einstieg bei Hertie angetretenen Investoren. Die Hertie-Eigentümer seien jedoch auf "potente Mieter" angewiesen.

Seit März insolvent

Die britischen Investoren von Dawnay Day hatten die damals noch 74 Warenhäuser im Jahr 2005 von der ums Überleben kämpfenden Warenhauskette Karstadt übernommen. Später wurde die zunächst unter dem Namen "Karstadt Kompakt" geführte Kette auf den Namen "Hertie" umgetauft.

Nachdem im vergangenen Jahr der britische Eigentümer in eine wirtschaftliche Schieflage geraten war, musste auch Hertie Insolvenz anmelden. Im März wurde dann das offizielle Insolvenzverfahren für Hertie vom Essener Amtsgericht eröffnet.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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