
Jetzt amtlich: Deutschland ist ein Teuro-Land
Das Statistische Bundesamt hat den neuen Verbraucherpreis-Index präsentiert. Die hohen Energiekosten treiben wie vermutet die Teuerungsrate.
Björn BöerChefredakteurTeure Energie
Die Preiseanstiege für Energie sind dabei gewaltig. Mineralölprodukte wurden 24 Prozent teurer, leichtes Heizöl kostete gar 59,4 mehr, Kraftstoffe 15,2 Prozent. Überdurchschnittliche Preissteigerungen waren auch bei den anderen Haushaltsenergien wie Gas (plus 8,1 Prozent) und Strom (plus 6,8 Prozent) zu beobachten. Ohne die Preisentwicklung für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) einzurechnen, hätte die Teuerungsrate nur 1,9 Prozent betragen.
Unter den Nahrungsmitteln waren Molkereiprodukte und Eier mit einem Plus von 18 Prozent erheblich teurer als ein Jahr zuvor - der Quarkpreis stieg beispielsweise um 28,4 Prozent -, gefolgt von Speisefetten und -ölen (plus 17 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnissen (plus 9,1 Prozent). Deutlich teurer geworden ist im Juli 2008 auch die Tafel Schokolade (plus 14,6 Prozent gegenüber Juli 2007). Unterdurchschnittliche Preiserhöhungen waren dagegen bei Fisch und Fischwaren (plus 1,4 Prozent) zu verzeichnen.
Gebrauchsgüter wurden billiger
Billiger wurden dagegen Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer (minus 0,2 Prozent) und langer Lebensdauer (minus 0,6 Prozent). So sanken die Preise für Informationsverarbeitungsgeräte um 15,6 Prozent. Diese Werte dämpften die Inflation etwas.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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