
Karstadt-Chef lobt Opfer der Mitarbeiter - und fordert mehr
Karstadt-Chef Andrew Jennings hat bei einem Filialbesuch die Opferbereitschaft der Mitarbeiter gelobt - und sie gleichzeitig zu neuen Anstrengungen angespornt.
Thomas RehmRedakteur"Großer Schritt nach vorn"
Mit einer ersten Sporthaus-Neueröffnung in Wiesbaden hatte Jennings am vergangenen Dienstag die Expansionsstrategie gestartet. Im Sommer hatte der seit Jahresbeginn amtierende Karstadt-Chef die Eröffnung insgesamt acht bis zehn neue Sporthäusern in den kommenden drei bis vier Jahren angekündigt.
Karstadt betreibt derzeit 27 Sporthäuser, 86 Warenhäuser und drei sogenannte Premium-Häuser. Neben den Neueröffnungen sollen in den nächsten vier Jahren rund 400 Millionen Euro in den Umbau von 60 Filialen investiert werden.
Jennings zeigte sich überzeugt davon, dass das Unternehmen bereits einen "großen Schritt nach vorn" gemacht habe und dankte den rund 24.000 Mitarbeitern für die im Rahmen der Sanierung erbrachten Opfer.
Kampagne zum 130-jährigen Jubiläum
In den kommenden Wochen will das Unternehmen zudem eine Kampagne zum 130-jährigen Firmenbestehen starten. Geplant sind Veranstaltungen in allen Filialen. Die Einführung eines Top-Events in jedem Jahr sei "Teil unseres neuen Weges, den Kunden anzusprechen", sagte Jennings.
Die insolvente Warenhauskette war zum 1. Oktober 2010 von dem Milliardär Nicolas Berggruen übernommen worden. Der ehemalige Woolworth-Manager Jennings gilt als erfahrener Sanierungsexperte. Warenhaus-Schließungen hatte er eine Absage erteilt.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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