Karstadt-Chef stellt Neueröffnungen in Aussicht

Karstadt-Chef stellt Neueröffnungen in Aussicht

Warenhaus-Chef Stephan Fanderl blickt optimistisch in die Zukunft. Zusätzliche Filialschließungen oder ein weiterer Personalabbau seien kein Thema mehr. Im Gegenteil: Die Warenhauskette wolle "auch mal wieder eine Filiale eröffnen".

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Ein neues Warenhaus habe es in Deutschland seit vielen Jahren nicht mehr gegeben, hob Fanderl hervor. Wo und wann ein neues Karstadt-Haus die Tore öffnen könnte, wollte der 52-Jährige nach Angaben des "Handelsblattes" mit Verweis auf noch laufende Mietverhandlungen allerdings nicht sagen. Auch die Zeit der Stellenstreichungen sei bei Karstadt vorbei. Es gebe "keine Pläne für einen weiteren Personalabbau".

Das operative Ergebnis habe sich bei Karstadt in den vergangenen 15 Monaten deutlich verbessert, betonte der Manager, widersprach aber nicht der Einschätzung, dass die Warenhauskette unter dem Strich noch immer deutlich rote Zahlen schreibe.

Erstmals schwarze Zahlen im E-Commerce

Als wichtigsten Konkurrenten für Karstadt sieht Fanderl den boomenden Onlinehandel. Doch stehe der Essener Warenhauskonzern auch in diesem Bereich inzwischen wieder besser da. "Wir haben die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres erstmals in unserer E-Commerce-Geschichte schwarze Zahlen geschrieben", betonte er.

Karstadt werde das Onlinegeschäft aus eigener Kraft vorantreiben, kündigte er an. Rentabel zu machen sei das aber nur, wenn man sich von der Idee verabschiede, im Internet einfach das gleiche Sortiment anzubieten wie in den Filialen. "Wir bieten daher online in einigen Bereichen eine größere und in anderen eine kleinere Auswahl als stationär. So werden wir jetzt wachsen, bei Umsatz und Ergebnis", meinte Fanderl. Auch Zukäufe in diesem Bereich schloss er nicht aus.

In dem durch den Ausstieg von Karstadt aus der Tarifbindung ausgelösten Streit mit der Gewerkschaft Verdi machte Fanderl wenig Hoffnung auf eine schnelle Lösung. "Wir können und werden schlichtweg keine zu teueren Tarifabschlüsse mit der Verdi-Bundestarifkommission vereinbaren, die für Karstadt nicht bezahlbar sind und alles, was wir bisher erreicht haben, ins Risiko stellen."

dpa
   

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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