
Karstadt-Filiale ist generationenfreundlich
Als zweite Berliner Filiale trägt das Karstadt-Haus im Stadtteil Steglitz das Siegel für generationenfreundliches Einkaufen. Das ist kein Garant für das Fortbestehen eines Kaufhauses, zeigt ein Kaufhof-Beispiel.
Björn BöerChefredakteurDas Haus in Steglitz ist die zweite Berliner-Karstadt-Filiale, die Generationenfreundlichkeit vermittelt - die erste befindet sich in der Müllerstraße im Stadtteil Mitte.
Das Prädikat schützt vor Schließung nicht
Bundesweit sind inzwischen rund 900 Einzelhandelsstandorte als "generationenfreundlich" ausgezeichnet worden, rund 240 davon sind Lebensmittelmärkte.
Besonders Senioren sollen von größerer Übersichtlichkeit, breiten Gängen, Abstellmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten profitieren. Der HDE berät Einzelhandelsunternehmen vor der Siegelprüfung. Gibt es bei der Prüfung Beanstandungen, hat der Händler drei Monate Zeit für Nachbesserungen.
Wichtigste Prüfkriterien sind die gute Erreichbarkeit des Geschäfts, Mitarbeiter- und Servicequalität sowie die Eingangs-, Laden- und Sortimentsgestaltung.
Einmal verliehen, gilt das Siegel gilt für drei Jahre. Ein Erfolgsgarant für ein Handelsunternehmen ist allerdings auch der "generationenfreundliche" Einkauf nicht. Den Kaufhof in der Oberhausener Innenstadt rettete das Siegel nicht vor der jetzt angekündigten Schließung.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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