Als zweite Berliner Filiale trägt das Karstadt-Haus im Stadtteil Steglitz das Siegel für generationenfreundliches Einkaufen. Das ist kein Garant für das Fortbestehen eines Kaufhauses, zeigt ein Kaufhof-Beispiel.
Seit gut einem Jahr wird dieses Prädikat vergeben vom Handelsverband Deutschland (HDE). Geschäfte, die den Einkauf für Kunden mit Rollstuhl oder Kinderwagen unbeschwerlich und barrierearm gestalten, sollen damit kenntlich gemacht werden.
Das Haus in Steglitz ist die zweite Berliner-Karstadt-Filiale, die Generationenfreundlichkeit vermittelt - die erste befindet sich in der Müllerstraße im Stadtteil Mitte.
Das Prädikat schützt vor Schließung nicht
Bundesweit sind inzwischen rund 900 Einzelhandelsstandorte als "generationenfreundlich" ausgezeichnet worden, rund 240 davon sind Lebensmittelmärkte.
Besonders Senioren sollen von größerer Übersichtlichkeit, breiten Gängen, Abstellmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten profitieren. Der HDE berät Einzelhandelsunternehmen vor der Siegelprüfung. Gibt es bei der Prüfung Beanstandungen, hat der Händler drei Monate Zeit für Nachbesserungen.
Wichtigste Prüfkriterien sind die gute Erreichbarkeit des Geschäfts, Mitarbeiter- und Servicequalität sowie die Eingangs-, Laden- und Sortimentsgestaltung.