
Karstadt-Gläubiger sollen Rettungsplan absegnen
Noch ein Schicksalstag für Karstadt: Am 12. April sollen die Gläubiger grünes Licht für den Insolvenzplan geben. Sonst gerät der Verkauf der insolventen Kaufhauskette ins Stocken.
Thomas RehmRedakteurBestandteil des Insolvenzplans ist auch ein Sanierungsbeitrag der Belegschaft in Höhe von 150 Millionen Euro. Im Gegenzug soll es nach dem bereits beschlossenen Aus für dreizehn Karstadt-Häuser bis 2011 keine weiteren Schließungen unter den verbleibenden 120 Filialen geben.
Auch auf einen weiterer Personalabbau unter den 26.000 Beschäftigten soll bis dahin verzichtet werden. Daneben sieht der Insolvenzplan Sanierungsbeiträge von Vermietern und Dienstleistern vor.
Entscheidend für Verkaufsprozess
Die Zustimmung der Gläubigerversammlung gilt als Voraussetzung für den von Görg bis Ende April geplanten Verkauf an einen Investor. Der Insolvenzverwalter möchte Karstadt nur als Ganzes verkaufen.
Erst gestern wurde berichtet, dass amerikanische Investoren nicht nur Karstadt übernehmen, sondern auch dem Handelskonzern Metro deren Kaufhof-Warenhäuser abkaufen wollen. Eine Fusion von Karstadt und Kaufhof wäre aber nur mit dem Segen der Kartellbehörden möglich, sagte ein Sprecher des Bundeskartellamts gegenüber derhandel.de.
Klicken Sie hier für eine Reportage über mehr als 50 Karstadt-Filialen bundesweit. Eine Bildergalerie mit über 50 Karstadt-Filialen in der Bundesrepublik finden Sie hier.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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