
Karstadt-Investor Berggruen sieht erste Erfolge
Die Karstadt-Modernisierung liege im Plan, heißt es in einem Brief des Investors Nicolas Berggruen an die Warenhaus-Mitarbeiter. Im Juli soll das Sanierungskonzept genauer vorgestellt werden.
Björn BöerChefredakteur24 Häuser werden 2011 modernisiert
Der Investor bekräftigte in dem rbb-Gespräch den geplanten Erhalt der rund 25.000 Arbeitsplätze. Für die Warenhäuser kündigte er eine schrittweise Modernisierung an. In diesem Jahr würden allein 24 Häuser modernisiert.
Diese Größenordnung sei auch für die kommenden Jahre vorgesehen. An der Aufteilung von Karstadt in die drei Bereiche Premium, Sport- und Warenhäuser werde festgehalten, so der Investor.
Karstadt betreibt drei Premium-Häuser, 26 Sporthäuser und 86 Warenhäuser sowie sieben Schnäppchen-Center.
Reibungslos verläuft die Restrukturierung des Warenhauskonzerns allerdings nicht. Anfang dieses Monats trennte sich das Unternehmen mit sofortiger Wirkung von Vertriebsvorstand Andreas Boznar. Im April hatte Rewe-Vorstandschef Alain Caparros zudem sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender von Karstadt überraschend niedergelegt.
Caparros kritisierte die geplante Aufteilung des Essener Konzerns scharf, da es für sie keine "operative oder strategische Begründung " gebe. "Das Unternehmen ist weit davon entfernt ist, saniert zu sein", zitierte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" den Rewe-Vorstand Mitte April 2011.
dpa, DH

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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