
Karstadt-Kommunen sagen Ja zum Steuerverzicht
Erleichterung bei Karstadt: Genügend Kommunen verzichten auf ihre Steueransprüche gegenüber dem Unternehmen. Damit ist eine wichtige Bedingung für das Gelingen des Insolvenzplans erfüllt.
Björn BöerChefredakteurWichtige Bedingung erfüllt
Auch elf weiteren Kommunen, die ihre Zustimmung an Bedingungen geknüpft hatten, hätten ihre Erklärungen entsprechend korrigiert. Die Städte waren aufgefordert worden, auf mögliche Gewerbesteuerforderungen aus einem außerordentlichen Ertrag in der Karstadt-Bilanz zu verzichten.
Entstehen würde dieser Posten nur durch den im Insolvenzplan vorgesehenen Verzicht der Gläubiger auf bis zu 97 Prozent ihrer Forderungen von bis zu zwei Milliarden Euro. Theoretisch wären dadurch Gewerbesteuerforderungen von etwa 140 Millionen Euro entstanden.
Weitere Bedingung für das Inkrafttreten des Insolvenzplans ist die Unterschrift eines Investors unter dem Kaufvertrag.
Nach der Entscheidung für einen der Interessenten am kommenden Montag soll die Unterzeichnung bis zum Mittwoch (9. Juni) erfolgen. Einen Tag später will das Essener Amtsgericht dann über das Inkrafttreten des Insolvenzplans entscheiden.
Eine Chronik der Karstadt-Krise finden Sie hier.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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