
Karstadt macht Kunst zu Geld
Karstadt verkauft das Tafelsilber: Die Kunstwerke des Unternehmens sollen Millionen in die Kasse der insolventen Warenhauskette spülen.
Thomas RehmRedakteurDas Werk aus dem Jahr 1960 hing an einer Wand im großen Sitzungszimmer der Essener Unternehmenszentrale und war seit fast 40 Jahren nicht mehr öffentlich zu sehen. Werke von Nay in diesem Format sind etwa im Museum Ludwig in Köln oder in der Deutschen Oper in Berlin zu sehen.
Gläubiger würden profitieren
Die Einnahmen aus der Kunstversteigerung sollen den zahlreichen Gläubigern des Unternehmens zugute kommen, die erst vor wenigen Tagen den Insolvenzplan von Görg zugestimmt haben.
Nach dem Aus für Arcandor und Quelle kämpft derzeit die Warenhauskette Karstadt mit 120 Filialen und 26.000 Beschäftigten ums Überleben. Zur Rettung des Unternehmens haben sich die Gläubiger bereiterklärt, auf Forderungen in Milliardenhöhe zu verzichten.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
Alle Beiträge