
Karstadt-Mitarbeiter sollen zahlen
Die Beschäftigten der insolventen Warenhauskette Karstadt sollen mit einem Millionenbeitrag zur Rettung des Unternehmens beitragen. Das fordert jetzt der Insolvenzverwalter.
Björn BöerChefredakteur"Kein Eingriff in die Gehälter"
Die Kommission habe beschlossen, Verhandlungen mit der Karstadt- Geschäftsführung über einen Sanierungstarifvertrag aufzunehmen. Positionen der Gewerkschaftsseite wollte sie jedoch noch nicht nennen.
"Klar ist aber eins: Wir greifen auf keinen Fall in Monatsgehälter ein", sagte Mönig-Raane. Außerdem müsse sichergestellt sein, dass auch die anderen Beteiligten angemessene Beiträge leisteten.
Bedingte Jobgarantie
Eine absolute Jobgarantie für alle Beschäftigten sei keine Vorbedingung der Gewerkschaft, sagte die Verdi-Vizechefin. Eine derartige Regelung habe auch der frühere, 2008 unterzeichnete Karstadt-Sanierungstarifvertrag nicht enthalten.
"Wir haben auch damals nur eine bedingte Jobgarantie ausgesprochen", sagte die Gewerkschafterin. Dieser Vertrag hatte durch die Karstadt-Insolvenz im Juni seine Gültigkeit verloren.
Verdi hatte bemängelt, dass die notwendigen Unterlagen zur Prüfung eines Sanierungstarifvertrags erst spät der Gewerkschaft zugänglich gemacht worden seien.
dpa / DH

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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