Karstadt: Weg für Berggruen ist frei

Karstadt: Weg für Berggruen ist frei

Die Highstreet-Gläubiger haben den Mietreduzierungen zugestimmt und ebnen damit den Weg für Karstadt-Investor Berggruen. Nun wollen sich viele als Retter feiern lassen, doch die schmerzhafte Sanierungsarbeit steht dem Unternehmen erst noch bevor.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Nach der grundsätzlichen Einigung am Donnerstag hatten lediglich noch einige Unterschriften gefehlt, sie seien inzwischen aber geleistet, teilte Highstreet am Freitag mit.

Es wird erwartet, dass das Essener Amtsgericht nun in einem nächsten Schritt den Insolvenzplan für die Karstadt-Rettung absegnet. Das Amtsgericht Essen will nach Angaben eines Sprechers um 14.00 Uhr seinen Entscheid über die Annahme des Insolvenzplans verkünden.

Großes Medien-Tam-Tam mit von der Leyen, Verdi & Co.

Das Bundesarbeitsministerium bestätigte die Einigung in Berlin. In der Einladung zu einem Presse-Statement hieß es, die Übernahme des Karstadt-Konzerns durch Berggruen, sei "nunmehr durch alle nötigen Unterschriften bestätigt". Am Mittag wollen sich Berggruen, Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg sowie die Ministerin Ursula von der Leyen und die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Margret Mönig-Raane, in Berlin äußern.

Berggruen hatte Mietsenkungen zur Bedingung für seinen Einstieg bei Karstadt gemacht. Die Gläubiger des Vermieterkonsortiums Highstreet hatten niedrigeren Mieten nach monatelangen Verhandlungen am Donnerstag grundsätzlich zugestimmt, es hatten jedoch am Freitag zunächst noch Unterschriften gefehlt, damit die Verträge auch tatsächlich in Kraft treten können.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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