Kaufhof-Chef Mandac will Karstadt nur geschenkt

Kaufhof-Chef Mandac will Karstadt nur geschenkt

Kaufhof-Chef Lovro Mandac spricht sich gegen eine Fusion mit Karstadt aus. Die Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens koste zu viel Zeit.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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"Wir kommen sehr gut alleine zurecht", betonte Mandac, der in diesem Jahr mit dem Goldenen Zuckerhut der Lebensmittel-Zeitung ausgezeichnet wurde.

Eine Verschmelzung kostet drei Jahre Zeit

Zwar seien einzelne Karstadt-Standorte sicherlich interessant. "Aber wir brauchen keine zweite Verwaltung, Logistik, IT und, und, und. Ich sehe da keine Möglichkeit, es sei denn, die Läden würden uns geschenkt", meinte Mandac, der einst die Fusion von Horten und Kaufhof im Jahr 1994/95 bewerkstelligte.

Über eine Verschmelzung von Kaufhof und Karstadt zu einer schlagkräftigen deutschen Warenhauskette wurde in den vergangenen Jahren immer wieder spekuliert. Während der Karstadt-Insolvenz im Jahr 2009 hielt Mandac die Fusion der beiden Warenhausunternehmen noch "für die sinnvollste Lösung". Auch damals betonte der langjährige Kaufhof-Chef jedoch im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Der Handel die eigene Unabhängigkeit: "Wir brauchen Karstadt nicht", lautete sein Diktum.

Die Kaufhof-Häuser standen vorübergehend aber auch auf der Verkaufsliste ihres Eigentümers, des Düsseldorfer Handelsriesen Metro. Später wurden die Pläne aber aufgegeben. Mit Blick auf die Sanierungsbemühungen bei Karstadt sagte Mandac der "Wirtschaftswoche", Kaufhof profitiere derzeit von den Schwierigkeiten des Konkurrenten. "Auch die Kunden bemerken die Probleme von Karstadt - das hat uns sicherlich Umsatz gebracht."

dpa, DH

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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