Otto zeigt Kaufrausch-Daten in Echtzeit, Yapital beerdigt, Amazon liefert selbst, Jet, Planet Sports, AO

Otto zeigt Kaufrausch-Daten in Echtzeit, Yapital beerdigt, Amazon liefert selbst, Jet, Planet Sports, AO

Otto zeigt Kaufrausch-Daten in Echtzeit: Mit einem Live-Webtracking hat Otto 2014 als erster Online-Händler überhaupt erstmals öffentlich visualisiert, wie dynamisch der Online-Kaufrausch an einem Vorweihnachtstag aussehen kann. Das will Otto jetzt wiederholen und öffnet die Türen in den Maschinenraum noch ein Stück weiter. Während 2014 acht Stunden lang Daten aus dem E-Commerce in Echtzeit geboten wurden, lässt sich das Geschehen diesmal 24 Stunden lang nachverfolgen. Beim Einblick in das We...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Otto zeigt Kaufrausch-Daten in Echtzeit:

Mit einem Live-Webtracking hat Otto 2014 als erster Online-Händler überhaupt erstmals öffentlich visualisiert, wie dynamisch der Online-Kaufrausch an einem Vorweihnachtstag aussehen kann. Das will Otto jetzt wiederholen und öffnet die Türen in den Maschinenraum noch ein Stück weiter. Während 2014 acht Stunden lang Daten aus dem E-Commerce in Echtzeit geboten wurden, lässt sich das Geschehen diesmal 24 Stunden lang nachverfolgen.

Beim Einblick in das Webtracking-Dashboard werden am Cyber Monday, 30. November 2015, verschiedenste Performance-Daten von 16 Otto Group Unternehmen im Bereich DACH generiert und visualisiert. Darunter Daten wie Standorte der Kunden, die aktuell bestellten bzw. Produkte dem Warenkorb hinzugefügte Produkte, manuell eingegebene Suchbegriffe, meist aufgerufene Artikeldetailseiten der letzten fünf Minuten, aktuell bestellte Warenkörbe in Euro nach Endgerät. Am Cyber Monday sollte man also mal im Otto-Blog herein schauen oder bei Twitter nach dem Hashtag "ecomlive" Ausschau halten.

Jetzt lesen: Planet Sports wieder fit, AO muss kämpfen.

Otto beerdigt Yapital:

Nach längerem Koma beerdigt Otto sein Mobile-Payment-System Yapital. Das Cross-Channel-Payment-System konnte trotz Partnern wie Rewe nie so recht beim Kunden punkten. Zuletzt scheiterte wohl auch die Hoffnung, einen finanzstarken strategischen Partner zu finden. Als E-Geld-Institut im Business-to-Business-Geschäft soll jetzt noch das Andenken an Yapital gepflegt werden. Zuletzt erreichte Yapital 2500 Handelspartner mit 8000 Akzeptanzstellen sowie über 100.000 Nutzer.

Planet Sports wieder fit:

Mit einer Umsatzsteigerung von 20 Prozent schafft die 21sportsgroup wenige Monate nach der Übernahme den Turnaround bei Planet Sports und spricht vom "operativen Break-even" im zweiten Halbjahr. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Planet Sports einen Gesamtumsatz aus Online- und Retailgeschäft von mindestens 60 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Fläche stieg der Umsatz um über 7 Prozent.

Otto und Amazon dominieren Produktsuchmaschinen:

Otto, Amazon und s.Oliver führen die Top 20 der Shops an, die auf Produktsuchmaschinen in Deutschland die größte Sichtbarkeit bei der Suche nach Herbstmodeartikeln erzielen. Das ergab eine Analyse des auf Produktdatenmarketing (PDM) spezialisierten Unternehmens OnMaCon, für die knapp eine Million Suchergebnisse ausgewertet wurden. Unter den reinen Modeshops konnten besonders s.Oliver, Asos, About You, Eckerle und Peter Hahn eine hohe Sichtbarkeit erzielen und erreichten die Top 10. Als Spezialanbieter schaffte Planet-Sports es auf Platz sechs. Zalando liegt auf Platz 10

Kontaktlinsenlounge kooperiert mit Optikern:

Der Shoppingclub Kontaktlinsenlounge.de startet ab sofort die Zusammenarbeit mit Partneroptikern im Bereich Kontaktlinsenanpassung. Clubmitglieder und potentielle Interessenten können bei einem Partneroptiker der Kontaktlinsenlounge eine Anpassung vornehmen lassen. Sie bezahlen dafür 30 Euro und bekommen einen Anpassungsbeleg, für den bei der Bestellung in der Kontaktlinsenlounge 15 Euro gutgeschrieben werden.

E-COMMERCE INTERNATIONAL

Amazon liefert selbst:

Amazon liefert in Boston seine Pakete selbst an die Kunden aus - in anonymen weißen Lieferwagen. ECommerce Bytes

Bis zu 500 Millionen Dollar für Jet.com:

Der Online-Marktplatz und selbsternannte Amazon-Rivale Jet.com hat in einer Finanzierungsrunde 350 Millionen Dollar hereingeholt. Weitere 150 Millionen Dollar sollen folgen. Damit kommt die Handelsplattform von Marc Lore (Diapers.com) auf eine Bewertung von 1,35 Milliarde Dollar. Zu den Geldgebern gehören Fidelity, Alibaba, Bain Capital Ventures und Google Venture. Re/Code

Diskriminiert Google Yelp und TripAdvisor?:

Google versteckt in Suchergebnissen für ortsbasierte Anfragen Yelp und TripAdvisor offenbar in den Ergebnissen hinter seinem eigenen Format „OneBox“ mit Google-Daten aus Maps und Bewertungen. Das beklagt Yelp-CEO Jeremy Stoppelman. Google spricht von einem Bug. t3n


AO muss kämpfen:

Elektronikversender AO.com meldet ein weltweites Umsatzwachstum von 21,7 Prozent im ersten Geschäftshalbjahr (bis 15. September). Während der Händler im britischen Heimatmarkt Gewinn macht, ist der europäische Kontinent ein Verlustgeschäft. Der Halbjahresbericht (pdf) zeigt, dass sich AO.com mit seinem Markteintritt in Deutschland (Umsatz: 15,6 Millionen Pfund) noch reichlich schwer tut und Verluste macht. Gleichwohl ist hierzulande für 2016 ein eigenes Logistikzentrum geplant. IR
DIGITALE TRENDS & FAKTEN

Jeff Bezos feiert Raketentest mit Twitter-Premiere:

Amazon-Gründer Jeff Bezos hat zum ersten Mal einen Tweet bei Twitter abgesetzt und feiert dabei den gelungenen Test einer wiederverwendbarer Rakete mit seiner privaten Weltraumfirma Blue Origin. N24

The rarest of beasts - a used rocket. Controlled landing not easy, but done right, can look easy. Check out video: https://t.co/9OypFoxZk3

— Jeff Bezos (@JeffBezos) 24. November 2015


Aus deals.com wird RetailMeNot:

Die deutsche Gutschein-Plattform deals.com nimmt den Namen der US-Mutter RetailMeNot an. Geplant ist ein fließendes Rebranding der deutschen Plattform.


Fast jeder dritte Deutsche shoppt online im Ausland:

Deutschland ist bei Onlineshoppern aus aller Welt beliebt. Das zeigt eine neue Studie des Zahlungsdienstleisters PayPal, die das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos für den Bezahldienstleister in 29 Ländern weltweit durchgeführt hat. 11 Prozent aller befragten Onlinekunden weltweit haben demnach im vergangenen Jahr in einem deutschen Webshop gekauft. Damit landet Deutschland auf Platz 4 des Rankings der beliebtesten Onlineshopping-Länder weltweit. Die USA führen das Ranking mit einem Anteil von 25 Prozent aller befragten Onlineshopper an, die Plätze 2 und 3 belegen China (19 Prozent) und Großbritannien (14 Prozent). Textilien (59 Prozent aller chinesischen Auslands-Shopper), Kosmetik (57 Prozent) oder Lebensmittel (42 Prozent) sind die drei beliebtesten Kategorien chinesischer Auslandskunden. Die legen beispielsweise besonderen Wert auf Sicherheit beim Bezahlen (49 Prozent), Produkte mit Echtheitsnachweis (45 Prozent) und kostenfreien Versand (41 Prozent).
Auch deutsche Onlinekäufer shoppen außerhalb der nationalen Grenzen. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate haben 31 Prozent der deutschen Onlinekunden im Ausland eingekauft. Die beliebtesten Onlineshopping-Ziele sind dabei die USA (13 Prozent der deutschen Online-Shopper haben hier in den vergangenen Monaten gekauft), Großbritannien (12 Prozent) und China (9 Prozent). Der Handel

Deutsche sind spendabel mit Daten:

Für ein besseres Einkaufserlebnis sind die Deutschen bereit, persönliche Daten preiszugeben. Knapp zwei Drittel der Befragten in einer Shopper-Studie des Technologiedienstleisters Cognizant ("Die Kundenerfahrung neu erfinden") würden demnach für eine bessere Personalisierung ihr Geschlecht angeben. 55 Prozent würden ihr Alter verraten, 44 Prozent Gewicht und Kleidergröße.

Lesetipp des Tages: Fotos von leerstehenden Handelsflächen in den USA sammelt eine Facebook Gruppe. (via)
Beliebtester Beitrag am Vortag: Zwischenruf aus der Provinz - vielleicht sind die Innenstädte schon tot?


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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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