Die Macht der Big Player im E-Commerce wächst, Amazon, Otto, Cyberport, Alibaba, Rocket Internet, Home24, Jet, Tado

Die Macht der Big Player im E-Commerce wächst, Amazon, Otto, Cyberport, Alibaba, Rocket Internet, Home24, Jet, Tado

Weitere Marktkonzentration im E-Commerce: Die ohnehin hohe Marktkonzentration im E-Commerce ist weiter gestiegen. Ganze 38,1 Prozent des Umsatzes der Top-1.000 werden von nur 10 Unternehmen erwirtschaftet. Die Top-100-Shops machen zwei Drittel und die Top 500 bereits 86,8 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Das sagt die gerade veröffentlichte Studie zum Ranking der 1.000 größten Onlineshops „E-Commerce-Markt Deutschland 2015“ von EHI und Statista. Die Top 10 der umsatzstärksten Online-Shops in De...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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Weitere Marktkonzentration im E-Commerce:

Die ohnehin hohe Marktkonzentration im E-Commerce ist weiter gestiegen. Ganze 38,1 Prozent des Umsatzes der Top-1.000 werden von nur 10 Unternehmen erwirtschaftet. Die Top-100-Shops machen zwei Drittel und die Top 500 bereits 86,8 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Das sagt die gerade veröffentlichte Studie zum Ranking der 1.000 größten Onlineshops „E-Commerce-Markt Deutschland 2015“ von EHI und Statista. Die Top 10 der umsatzstärksten Online-Shops in Deutschland hat etailment bereits vorab vorgestellt.

Laut Studie stellen die Generalisten mit 13,2 Milliarden Euro Umsatz und 40,5 Prozent den größten Umsatzanteil. Die Fashion-Anbieter setzen mit 5,9 Milliarden Euro 17,9 Prozent des Gesamtumsatzes um, Onlineshops aus dem Bereich Computer, Unterhaltungselektronik und Handys erreichen 12 Prozent. Shops aus allen anderen Hauptproduktsegmenten kommen nur auf geringe einstellige Umsatzanteile.

2014 betrug der Gesamtumsatz der Top-1.000-Onlineshops 32,7 Milliarden Euro, das ist ein Marktwachstum von 9 Prozent zum Vorjahr.

Jetzt lesen: Amazon Dash Button gehackt. Jet.com beerdigt Mitgliedsgebühr.

Cyberport tiefer im Minus:

Cyberport meldet für 2014 ein Umsatzplus von 10 Prozent auf 508,8 Millionen Euro. Trotzdem stieg der Fehlbetrag auf ein Minus von 3,1 Millionen Euro. Neuhandeln


Neues Lager für Home24:

Home24 nimmt in Niedersachen ein neues Lager in Betrieb. Es ist mit 60.000 Quadratmetern das bislang größte Logistikzentrum des Möbelhändlers. Von dort sollen sieben europäische Märkte beliefert werden.

Zitat des Tages: "Technology will continue to disrupt the way people shop for fashion." Zalando-Vorstand Rubin Ritter sagt in der FT, wo es lang geht.

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15,2 Millionen Euro für Tado :

Heizungs-Vernetzer Tado erhält in einer Finanzierungsrunde 15,2 Millionen Euro – unter anderem von Siemens. Weitere Geldgeber für die Münchner sind die Investmentgesellschaft Statkraft Ventures, Target Partners, Shortcut Ventures und BayBG. Das Smart Thermostat von Tado verbindet sowohl alte, als auch neue Heizungssysteme mit dem Internet.

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Rocket Internet kauft historische Immobilie:

Rocket Internet kauft laut RBB für mehrere Millionen Euro das Tempelhofer Ullsteinhaus in Berlin. Das 77 Meter hohe Gebäude ist eine historische Immobilie in der Hauptstadt. Anfang 2016 zieht Rocket in das ehemalige GSW Hochhaus direkt am Berliner Checkpoint Charlie. Auch eine stadtbekannte Immobilie.

E-COMMERCE INTERNATIONAL

Amazon Dash Button gehackt:

Shawn Miller von meh.com behauptet, er habe den Amazon Dash Button gehackt. Der Klick landet mit dem Hack beim Deal-Anbieter meh.com, statt beispielsweise das Waschmittel Tide bei Amazon zu ordern. Eine Anleitung gibts anbei.

Jet.com beerdigt Mitgliedsgebühr:

Der mit seinem Discount-Versprechen hochgejazzte Amazon-Angreifer jet.com, der bei Investoren schon 200 Millionen Dollar eingesammelt hat, kippt seine 50-Dollar-Mitgliedsgebühr. Dabei sollte das eine Haupteinnahmequelle sein. Geekwire

Alibaba am Pranger:

Die American Apparel & Footwear Association (AAFA) will erreichen, dass das Auktionsportal Taobao von Alibaba wieder auf die Liste der „Notorious Markets“ gesetzt wird. Da ist so eine Art Pranger für Marktplätze, die sich nicht um Markenrechte und Produktpiraten scheren. IR

Reichelt elektronik umgarnt die Schweizer:

Reichelt elektronik verstärkt seine Präsenz im Schweizer Markt. Der Elektronik-Distributor hat dafür einen neuen Schweizer Online-Shop eröffnet. Neu steht Schweizer Kunden das ganze Sortiment zu Preisen in Schweizer Franken offen. Zur Marktoffensive gehören neben Franken-Preisen ein neuer Lieferservice und im Preis enthaltene Zollgebühren. Reichelt elektronik gehört seit dem Jahr 2010 zur Schweizer Dätwyler-Gruppe.

E-COMMERCE PRAXIS

Online shoppen besser für das Klima:

Die Behauptung, dass eine Bestellung im Internet mehr CO2 verursacht und schlechter für die Umwelt ist, als der Einkauf im Laden, lässt sich nicht mehr halten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen CleanTech Institut (DCTI). Dank verdichteter Lieferwege ist die CO2-Bilanz deutlich niedriger als beim individuellen Einkauf im Laden per Auto. (pdf) Die Studie wurde im Auftrag des Handelskonzerns Otto erstellt.

DIGITALE TRENDS & FAKTEN

Pure Player vernachlässigen Mobile:

Obwohl Mobil immer mehr zum Alltag gehört, hat ein überraschend hoher Anteil an Händlern noch nicht seine mobilen Hausaufgaben gemacht. Bislang haben erst 63,4 Prozent der Top-1000 der Studie von EHI und Statista zum E-Commerce-Markt ihren Onlineshop für mobile Endgeräte angepasst. Noch überraschender ist, dass rund 40 Prozent der untersuchten Pure Player dem Kunden keine mobil optimierte Website oder App anbieten.

YCombinator gründet Research Lab:

Investoren- und Inkubatoren-Schwergewicht YCombinator (Airbnb, Dropbox) steckt 10 Millionen Dollar in ein eigenes Innovationslabor. The Verge

Lesetipp des Tages: E-Commerce Trendreport: 10 smarte interaktive Lösungen
Beliebtester Beitrag am Vortag: 12 Fallstricke, die Händler bei Google Shopping vermeiden können


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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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