
Konzentration im Modehandel nimmt weiter zu
Inhabergeführte Modeboutiquen werden rar: Der Marktanteil der kleinen Fachgeschäfte lag in Deutschland im Jahr 2011 erstmals unter zehn Prozent.
Die Großen wachsen durch Flächenexpansion
Allein im Jahr 2011 schlossen demzufolge 828 der kleineren Unternehmen oder stiegen in die nächste Umsatzgrößenklasse auf, insgesamt verschwanden im vorletzten Jahr 869 selbstständige Bekleidungsgeschäfte vom Markt.
Dagegen sei die Zahl der größeren Unternehmen seit 2000 leicht angestiegen. Zwar fiel die Zahl der Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Nettoumsatz laut der Umsatzsteuerstatistik vom Jahr 2000 bis 2011 von 33 auf 27. Doch im selben Zeitraum habe sich die Zahl der Unternehmen in der Größenklasse 25 bis 100 Millionen Euro Umsatz von 64 auf 73 erhöht.
Die Entwicklung der vergangenen Jahre bedeutet dem Verband zufolge aber nicht, dass Großunternehmen generell erfolgreicher sind als kleine und mittelgroße Modegeschäfte. "Schließlich gab es seit der Jahrestausendwende etliche spektakuläre Schieflagen oder sogar Schließungen großer Modefilialisten, während viele gut aufgestellte Mittelständler ihre Position im Markt behaupten oder sogar ausbauen konnten", schreibt der BTE. "Zudem wachsen die erfolgreichen Moderiesen - anders als die meisten Mittelständler - in erster Linie durch Flächenexpansion."
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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